Aktualisiert: 2026-07-20
Die längste ununterbrochene Frostperiode in Berlin – gemessen an der offiziellen DWD-Station Berlin-Tempelhof – dauerte 28 Tage. In dieser Zeit, vom 25. Dezember 1984 bis zum 21. Januar 1985, kletterte die Quecksilbersäule an keinem einzigen Tag über die 0-Grad-Marke. Der Winter 1984/85 bleibt damit der Maßstab für jeden, der sich fragt, wie kalt es in Berlin überhaupt werden kann.
Beginn: 25. Dezember 1984 – Ende: 21. Januar 1985. Kein Tauwetter, kein Auftauen – vier Wochen Dauerfrost, wie er im Berliner Stadtklima sonst nie wieder erreicht wurde.
Der DWD definiert einen Dauerfrost-Tag als Tag, an dem die Tageshöchsttemperatur unter 0 °C bleibt. Es taut also nicht einmal mittags. Eine Dauerfrost-Periode (auch Eistagsserie genannt) ist die Anzahl aufeinanderfolgender solcher Tage. Der Rekord von 28 Tagen bedeutet: Vom 25. Dezember 1984 bis zum 21. Januar 1985 blieb Berlin im Dauerfrost – der Spreefrost hielt wochenlang, die Luft war messerscharf kalt.
Der Winter 1984/85 setzte sich aus zwei außergewöhnlichen Monaten zusammen. Die Tabelle zeigt, wie lang die stärkste Dauerfrost-Serie in jedem Monat der gesamten Messreihe (1948–2026) ausfiel:
| Monat | Längste Dauerfrost-Serie (Tage) |
|---|---|
| Januar | 21 |
| Februar | 26 |
| März | 6 |
| November | 10 |
| Dezember | 19 |
Die 26 Tage im Februar (ohne Angabe eines spezifischen Jahres im vorliegenden Datensatz) zeigen, dass Spätwinter ebenfalls extreme Blöcke hervorbringen kann. Der Dezember erreicht mit 19 Tagen bereits eine beachtliche Dauer, wird aber vom Januar (21 Tage) und Februar (26 Tage) noch getoppt. Der Rekord von 28 Tagen über Dezember/Januar hinweg vereint also die Kraft beider Monate.
Die 28-tägige Dauerfrost-Periode begann an Heiligabend 1984 und endete am 21. Januar 1985 – mitten im statistisch kältesten Abschnitt des Berliner Winters. Die Blockade lag in einer stabilen Hochdrucklage über Skandinavien, die kontinentale Kaltluft nach Mitteleuropa lenkte. Der Rekord ist seit 1948 nicht übertroffen worden. Kein späterer Winter, auch nicht die extremen Dezember 2010 oder Januar 1996, brachte eine längere Serie von Tagen ohne Tauwetter.
Die zugrundeliegende Datenreihe der Station Berlin-Tempelhof beginnt am 1. Januar 1948 und reicht bis zum 17. Juli 2026. Der Rekord stammt aus dem Winter 1984/85 – das ist inzwischen mehr als 40 Jahre her. Seitdem hat sich das Berliner Stadtklima durch Wärmeinsel und allgemeine Erwärmung so verändert, dass derart extreme Serien immer unwahrscheinlicher werden.
Alle hier verwendeten Werte entstammen der offiziellen Berechnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD, Climate Data Center). Die Station Berlin-Tempelhof (Kennung 00433) liefert die längste konsistente Tagesreihe der Hauptstadt seit 1948. Die Auswertung erfolgte auf Basis des gesamten Datenbestands (1948–2026) nach der Kenntage-Definition des DWD: Ein Dauerfrost-Tag liegt vor, wenn tmax < 0 °C. Die 28-Tage-Serie ist die höchste jemals gemessene Dauerfrost-Dauer in diesem Zeitraum.
Kaum ein Klimaphänomen zeigt deutlicher, wie sich winterliche Extreme in Berlin verändert haben. Der Rekord von 28 Tagen steht – und wird sich angesichts der Erwärmung so schnell nicht wiederholen.
Datenquelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center (CDC). Station Berlin-Tempelhof, Kennung 00433. Datenstand: 17. Juli 2026. Auswertung: histoclima.com. Der Rekord wurde über die gesamte verfügbare Messreihe (1948–2026) ermittelt. Die Definition folgt dem DWD-Kenntag: Tag mit Höchsttemperatur < 0 °C.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
© 2026 HistoClima. Aufbereitung, Design und Texte: eigene Leistung. Wetterdaten: DWD - Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), weiterverwendet gemäß der GeoNutzV (Nutzungsbestimmungen für Geodaten des Bundes). HistoClima ist nicht mit dem DWD verbunden und wird von ihm nicht unterstützt. Zitieren und Verlinken dieser Seite mit Quellenangabe ist erlaubt.