Der windigste Monat in Frankfurt seit Messbeginn: Februar 2002

Aktualisiert: 10. Juli 2026

5,8 Meter pro Sekunde – mittlere Windgeschwindigkeit im Februar 2002 an der Station Frankfurt/Main

Das ist der höchste Monatsmittelwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1935. Fast ein ganzes Jahrzehnt hält dieser Februar nun den Rekord – und kein Monat seitdem war im Durchschnitt windiger.

Stellen Sie sich vor: 24 Stunden am Tag, 28 Tage lang, wehte der Wind in Frankfurt im Schnitt mit 5,8 m/s. Das entspricht rund 21 km/h – einer frischen Brise, die konstant Blätter und Äste bewegt, leichte Regenschirme klappen lässt und die Wäsche auf dem Balkon in eine Fahne verwandelt. Wer im Februar 2002 durch die Bankenstadt ging, musste seinen Hut festhalten. Die DWD-Station Frankfurt/Main (Kennung 01420) maß damals den windigsten Monat ihrer Geschichte.

Rekord aus dem Winter: Februar 2002

Der Februar 2002 sticht in der langen Messreihe von 1935 bis 2026 klar hervor. Kein anderer Monat brachte es auf eine höhere Monatsmittlere. Der Rekord besteht nun seit mehr als 24 Jahren – ein Beleg dafür, dass extreme Windmonate in Frankfurt selten sind.

Daten: DWD Climate Data Center, Station Frankfurt/Main (01420).
Monat Jahr mittlere Windgeschwindigkeit (m/s)
Februar 2002 5,8
🔍 Anmerkung: Die Datenbank enthält für die gesamte Messreihe keinen Monat mit einem höheren Wert. Der Februar 2002 bleibt der absolute Spitzenreiter.

Fünf weitere extreme Windmonate – die Top 5 der Frankfurter Geschichte

Um den Rekord besser einzuordnen, hier die fünf windigsten Monate, die der DWD seit 1935 in Frankfurt registriert hat. Sie zeigen: richtige Windrekorde sind selten, und selbst die Plätze zwei bis fünf liegen deutlich hinter Februar 2002.

Rang Monat / Jahr Mittlere Windgeschwindigkeit (m/s)
1 Februar 2002 5,8
2 Januar 2002 5,4
3 März 1990 5,2
4 Februar 2020 5,1
5 Dezember 1999 5,0

Die Tabelle zeigt einen interessanten Nebeneffekt: Der Januar 2002 (Rang 2 mit 5,4 m/s) macht den Winter 2002 insgesamt zu einer außergewöhnlich stürmischen Saison. Direkt zwei Monate hintereinander mit Werten über 5,3 m/s – das gab es seitdem nicht wieder. Auch der Februar 2020 ist mit 5,1 m/s bemerkenswert: Er belegt Platz 4 in der Liste und ist der einzige Monat aus den letzten 15 Jahren, der in die Top 5 vordringt.

Über den Windrekord – was bedeutet 5,8 m/s?

Die mittlere Windgeschwindigkeit ist der Durchschnitt aller Einzelmessungen eines Monats. 5,8 m/s entsprechen auf der Beaufortskala der Stufe 4 (mäßiger Wind, Stufe 4 von 12). Ein Wert, der in Frankfurt im Jahresmittel sonst nur bei rund 3,5 bis 4,0 m/s liegt. Der Februar 2002 schlug also das langjährige Mittel um mehr als die Hälfte. Für einen ganzen Monat auf diesem Niveau ist das außergewöhnlich.

Die Station Frankfurt/Main liegt im Rhein-Main-Gebiet, das durch seine Lage im Tiefland weniger windanfällig ist als Höhenlagen oder die Küste. Dass hier ein Monatsmittel von 5,8 m/s erreicht wird, zeigt, wie kräftig die Westwindströmung im Februar 2002 ausgeprägt war – vermutlich mit zahlreichen atlantischen Tiefausläufern, die ungedämpft auf den Großraum Frankfurt trafen.

Warum hält der Rekord so lange?

Seit dem Februar 2002 ist kein Monat mehr an die 5,8 m/s herangekommen. Der zweite Februar-Wert (2020: 5,1 m/s) liegt schon 0,7 m/s zurück – das ist ein deutlicher Abstand. Windige Wintermonate kommen zwar immer wieder vor, aber keiner erreicht derzeit die Intensität von 2002. Die Klimaforschung beobachtet, dass sich die Zugbahnen von Tiefdruckgebieten unter dem Einfluss des Klimawandels verändern; ob das die Häufigkeit von Extremwindmonaten in Frankfurt beeinflusst, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Februar 2002 bleibt der windigste Monat seit 1935.

Messperiode und Datenbasis

Die Auswertung umfasst den gesamten verfügbaren Zeitraum der DWD-Station Frankfurt/Main (Indikativ 01420). Die älteste Messung stammt vom 1. Juli 1935, die aktuellste vom 6. Juli 2026. Damit liegen nahezu 91 Jahre lückenlose Winddaten vor. Die Tagesmittel der Windgeschwindigkeit („velmedia“) wurden monatsweise gemittelt und auf eine Dezimalstelle gerundet.

📊 Datengrundlage: Tägliche Windmessungen (velmedia) der Station Frankfurt/Main. Monatsmittel berechnet aus allen Tageswerten mit gültiger Windgeschwindigkeit. Keine Nullwerte oder Fehlstellen verfälschen das Ergebnis – die Daten sind vom DWD geprüft.

Hintergrund: Warum wird der Wind in Frankfurt gemessen?

Frankfurt ist nicht nur eine der wichtigsten Wetterstationen Deutschlands, sondern auch ein Knotenpunkt für Flugverkehr und Wettervorhersage. Die Messdaten fließen in Klimamodelle und Extremwertstatistiken ein. Für die Region Hessen ist die Station eine Referenz, wenn es um Sturmrekorde oder langfristige Windtrends geht. Dass der Februar 2002 hier den Spitzenplatz hält, ist für Meteorologen ein bekanntes, aber immer wieder beachtenswertes Datum.

Quelle der Daten: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, CDC. Officielle Daten der Wetterstation Frankfurt/Main (Indikativ 01420). Datenlizenz: GeoNutzV. Abruf: Juli 2026.
Berechnung: Histoclima – Auswertung der täglichen Windmittel (velmedia) für den Zeitraum 1935–2026. Die genannten Zahlen wurden direkt aus dem DWD-Datenbestand übernommen. Keine interpolierten oder geschätzten Werte.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act