Actualizado: 10. Juli 2026
Düsseldorf liegt im Rheinischen Tiefland, offen für Westwinde aus dem Kanal und den Niederlanden. Doch nicht jeder Monat bringt durchgehenden Wind. Unsere Auswertung der DWD-Station Düsseldorf (Indikativ 01078) über 74 Jahre – von Januar 1952 bis Juli 2026 – zeigt klar: Die Sommer- und Frühherbstmonate sind die Zeit der Ruhe. Der August ist der Monat mit dem geringsten Wind, nah gefolgt von Juni und September.
3,3 m/s beträgt die mittlere Windgeschwindigkeit im August – das ist der Minimalwert des gesamten Jahres.
Kein anderer Monat erreicht einen niedrigeren Mittelwert in der langen Reihe von 1952 bis 2026. Wer im August in Düsseldorf eine Radtour macht oder im Biergarten sitzt, erlebt die mit Abstand ruhigste Atmosphäre: durchschnittlich 5,0 Tage pro Monat, an denen der Wind fast still steht (weniger als 2 m/s) – das sind mehr als eine ganze Woche voller Windstille.
Die durchschnittlichen Windstärken fallen von einem Höchstwert im Januar (4,7 m/s) kontinuierlich ab, erreichen im Juni einen ersten Tiefpunkt (3,3 m/s) und bleiben bis September auf niedrigem Niveau, bevor der Oktober wieder anzieht. Der August hält mit ebenfalls 3,3 m/s den gemeinsamen Tiefstwert mit dem Juni, doch die Anzahl der Tage mit nahezu Windstille spricht eine eigene Sprache.
| Monat | Mittlere Windgeschwindigkeit (m/s) | Windarme Tage im Schnitt (<2 m/s) |
|---|---|---|
| Januar | 4,7 | 2,7 |
| Februar | 4,4 | 2,7 |
| März | 4,2 | 3,0 |
| April | 3,8 | 3,1 |
| Mai | 3,5 | 3,7 |
| Juni | 3,3 | 3,9 |
| Juli | 3,4 | 4,1 |
| August | 3,3 | 5,0 |
| September | 3,4 | 6,1 |
| Oktober | 3,9 | 4,5 |
| November | 4,3 | 3,5 |
| Dezember | 4,5 | 3,2 |
Obwohl der September mit 3,4 m/s kaum mehr Wind als der August aufweist, übertrifft er ihn in einem entscheidenden Punkt: An durchschnittlich 6,1 Tagen im Monat bleibt die Brise unter 2 m/s. Das sind fast zwei Drittel des Monats, in denen Düsseldorf eine fast vollständige Flaute erlebt. Wer also absolute Ruhe sucht, findet sie im Frühherbst: Der September bietet im Schnitt die meisten windstillen Tage aller Monate – mehr als der August (5,0) oder der Juli (4,1).
Der Januar liegt mit 4,7 m/s an der Spitze der windreichsten Monate, dicht gefolgt vom Dezember (4,5 m/s). Ein Unterschied von rund 1,4 m/s mag dem Nicht-Meteorologen gering erscheinen – doch in der Praxis bedeutet dies, dass der Winterwind im Durchschnitt fast eineinhalb Mal so stark weht wie die leichte Brise im August. Die windarmen Tage sind im Winter auf nur etwa 2,7 Tage pro Monat beschränkt: kaum ein Tag, an dem der wahrnehmbare Luftzug wirklich aussetzt. Im Frühjahr (April bis Juni) liegt die Zahl der windstillen Tage bereits bei gut 3 bis 4 – und steigt dann zum September hin stetig an.
Die Analyse umfasst den gesamten Messzeitraum der DWD-Station Düsseldorf (Indikativ 01078) mit durchgängigen Winddaten vom 1. Januar 1952 bis zum 6. Juli 2026. Berücksichtigt wurden ausschließlich Werte mit gültiger Windmessung. Die kalendarische Monatsaufteilung folgt der internationalen Norm.
Wer windarmes Wetter für Outdoor-Aktivitäten, Photovoltaik-Ertragsabschätzung oder einfach für einen ruhigen Spaziergang sucht, sollte die Monate Juni bis September bevorzugen. Der August und der Juni teilen sich den Titel des windärmsten Monats mit jeweils 3,3 m/s mittlerer Windgeschwindigkeit. Wer die meisten windstillen Tage will, wählt den September mit durchschnittlich 6,1 Tagen nahezu kompletter Flaute. Düsseldorf zeigt sich in diesen Monaten von seiner gelassensten Seite – ein Klima, das zum Verweilen einlädt.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center – Station Düsseldorf (Indikativ 01078). Datenreihe: 1. Januar 1952 – 6. Juli 2026. Auswertung der mittleren Windgeschwindigkeit (m/s) und der Tage mit Windgeschwindigkeit unter 2 m/s pro Monat. Dies ist eine unabhängige Analyse von histoclima.com auf Basis der offiziellen DWD-Daten (Lizenz GeoNutzV).
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