Aktualisiert: 2026-07-10
Nürnberg im Hochsommer: Die durchschnittliche Tiefsttemperatur im August beträgt 12,4 °C. Das ist die mittlere Abkühlung in den frühen Morgenstunden – gemessen seit 1955 an der DWD-Station Nürnberg. In den Nächten fällt die Luft also regelmäßig unter die Marke, die in vielen anderen deutschen Städten bereits als kühl gilt. Die Zahl stammt aus der offiziellen Reihe der bayrischen Klimareferenz und zeigt: Nürnberg gehört zu den Städten mit spürbarer Sommernacht-Abkühlung.
Die Angabe „durchschnittliche Minimumtemperatur im August“ sagt aus, wie weit die Quecksilbersäule in den Nächten des achten Monats im Mittel fällt. Es ist die Tiefsttemperatur, die nach Sonnenuntergang erreicht wird – der Moment, bevor die Dämmerung die nächste Wärme bringt. Für Nürnberg errechnete der Deutsche Wetterdienst aus allen Augusttagen der Jahre 1955 bis 2026 einen Wert von 12,4 °C. Das bedeutet konkret: Von 31 Augustnächten liegt die Hälfte unter, die Hälfte über diesem Wert. Wer im August draußen übernachtet oder früh unterwegs ist, sollte also mit einer leichten Jacke rechnen – es ist die verlässlichste kühle Phase des Tages.
Nürnberg schneidet im deutschlandweiten Vergleich solide ab, aber die Spitzenreiter liegen oft in Tälern oder an Flussläufen. Die Tabelle zeigt die zehn Stationen mit der größten mittleren Abkühlung (Differenz zwischen Tageshöchst- und Tiefsttemperatur) in den Sommermonaten Juni, Juli und August – ein Maß für die nächtliche Auskühlung:
| Bundesland | Station | Ø Abkühlung (°C) |
|---|---|---|
| Baden‑Württemberg | Wutöschingen‑Ofteringen | 15,1 |
| Baden‑Württemberg | Sigmaringen‑Laiz | 14,9 |
| Baden‑Württemberg | Notzingen | 14,9 |
| Sachsen | Sohland/Spree | 14,7 |
| Hessen | Runkel‑Ennerich | 14,6 |
| Baden‑Württemberg | Hermaringen‑Allewind | 14,5 |
| Bayern | Schorndorf‑Knöbling | 14,5 |
| Brandenburg | Neißemünde‑Coschen | 14,4 |
| Baden‑Württemberg | Villingen‑Schwenningen | 14,3 |
| Berlin | Berlin‑Friedrichshagen | 14,2 |
Die Werte aus Baden‑Württemberg dominieren – besonders in Tälern des Schwarzwalds und der Schwäbischen Alb. Nürnberg selbst liegt mit seiner Augustminimumtemperatur von 12,4 °C in einer Größenordnung, die typisch für viele fränkische Städte ist: keine extreme Abkühlung, aber eine beständige Nachtkühle, die den Sommer erträglich macht.
Die verwendeten Daten stammen von der DWD-Station Nürnberg (Kennung 03668). Ihre Aufzeichnungen reichen vom 7. April 1955 bis zum 6. Juli 2026 – eine der längsten und lückenlosesten Reihen in Bayern. Die hier gezeigte Augusttemperatur basiert auf der gesamten verfügbaren Zeitreihe, ohne Auslassung eines einzigen Sommers. Fünf Jahrzehnte plus drei Jahrzehnte: eine solide Klimaaussage.
Stellen Sie sich vor, Sie verbringen den August in Nürnberg. Die Abende sind lau, die Nächte klar. Dann fällt die Temperatur im Schnitt auf etwa 12 °C. Das ist kein Frost, kein Sternschnuppen-Wetter mit Eiskratzer, aber es ist deutlich kühler als die Tagestemperatur, die oft über 25 °C liegt. Diese Abkühlung ist entscheidend für die Stadtökologie: Sie sorgt dafür, dass sich die Wärme des Tages nicht in den Mauern staut. Ohne diese nächtliche Erholung würden Hitzewellen schneller an die Gesundheit gehen. Die 12,4 °C sind also ein Zeichen für ein relativ ausgewogenes Stadtklima – zumindest im historischen Mittel.
Alle Zahlen entstammen dem offiziellen Klimadatenportal des Deutschen Wetterdienstes (DWD, Climate Data Center). Es wurden ausschließlich die Rohdaten der Station Nürnberg (03668) verwendet. Die durchschnittliche Augustminimumtemperatur (12,4 °C) ist direkt aus der Datenbank abgerufen – ohne Rundungen oder eigene Berechnungen. Die Abkühlungswerte der Top‑10‑Stationen sind ebenfalls die originalen Ausgaben der DWD‑Abfrage.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, freier Datenbezug unter GeoNutzV. Station: Nürnberg (03668), Bundesland Bayern. Datenreihe 1955‑08‑01 bis 2026‑07‑06. Abruf: Juli 2026.
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