Kühlgradtage in Düsseldorf: Die Entwicklung seit 1952

Aktualisiert: 2026-09-26

195,8 Kühlgradtage pro Jahr im Mittel der Jahre 2011–2020

Kühlgradtage messen, wie stark die Außentemperatur im Tagesmittel über 18 °C liegt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berechnet diesen Wert für die Station Düsseldorf aus den offiziellen Klimadaten. Die Zeitreihe reicht vom 1. Januar 1952 bis zum 31. Dezember 2025 und zeigt einen klaren Anstieg des Kühlbedarfs in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Im Zeitraum 1981–1990 lag der mittlere Jahreswert noch bei 149,9 Kühlgradtagen. In den folgenden Jahrzehnten stieg er kontinuierlich: 1991–2000 wurden 167,4 Kühlgradtage pro Jahr gemessen, 2001–2010 bereits 171,5. Der bisher höchste Wert in der betrachteten Reihe wurde für 2011–2020 mit 195,8 Kühlgradtagen pro Jahr ermittelt.

Jahrzehntliche Entwicklung der Kühlgradtage

Die folgende Tabelle zeigt die vom DWD berechneten mittleren jährlichen Kühlgradtage (Basistemperatur 18 °C) für vier aufeinanderfolgende Jahrzehnte an der Station Düsseldorf. Die Werte sind keine Einzeljahre, sondern der Durchschnitt über jeweils zehn Kalenderjahre.

Zeitraum Mittlere Kühlgradtage pro Jahr
1981–1990 149,9
1991–2000 167,4
2001–2010 171,5
2011–2020 195,8

Das sind nicht nur heiße Sommertage, sondern auch milde Übergangsmonate, in denen Kühlbedarf entsteht – ein Indikator, der für Gebäudetechnik, Stadtplanung und Energiewirtschaft zunehmend relevant ist.

Vergleich mit anderen Stationen

Der DWD weist folgende mittlere jährliche Kühlgradtage pro Station aus:

Station Bundesland Mittlere Kühlgradtage pro Jahr
Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 473,9
Mannheim Baden-Württemberg 423,8
Stuttgart (Schnarrenberg) Baden-Württemberg 402,0
Worms Rheinland-Pfalz 374,7
Friedrichshafen-Unterraderach Baden-Württemberg 354,6
Offenbach-Wetterpark Hessen 353,6
Waibstadt Baden-Württemberg 352,5
Würzburg Bayern 352,1
Saarbrücken-Burbach Saarland 350,9
Trier-Zewen Rheinland-Pfalz 341,6

Düsseldorf liegt mit seinem Jahrzehntwert von 195,8 Kühlgradtagen pro Jahr deutlich unter den wärmsten Lagen Süddeutschlands. Die rheinische Tieflandlage bringt mildere Sommer als etwa in der Oberrheinebene, wo Werte über 400 Kühlgradtage pro Jahr erreicht werden. Gleichzeitig zeigt der lokale Trend nach oben: keine der vier jüngeren Düsseldorfer Dekaden hat einen niedrigeren Wert als die vorhergehende.

Diese Entwicklung ist konsistent mit dem bundesweiten Bild eines sich erwärmenden Klimas. Kühlgradtage sind ein präzises Maß für die sommerliche Wärmebelastung, das über einzelne Hitzetage hinausgeht und auch moderat warme Perioden erfasst. Für Düsseldorf bedeutet der Anstieg auf 195,8 Kühlgradtage im Jahrzehnt 2011–2020, dass der Bedarf an aktiver Kühlung in Gebäuden gegenüber den 1980er-Jahren spürbar zugenommen hat – ein Trend, der sich bei anhaltender Erwärmung fortsetzen dürfte.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Düsseldorf, Zeitraum 1952–2025.

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Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

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