Aktualisiert: 2026-07-10
Der 25. Juli 2019 bleibt der extremste Tag in der Kölner Messgeschichte: Die Quecksilbersäule stieg auf 41,1 °C – die höchste jemals an der DWD-Station Köln-Stammheim registrierte Temperatur. Ein solcher Wert ist nicht nur für Menschen gefährlich, sondern vor allem für Hunde: Schon ab 32 °C Außentemperatur kann ein Spaziergang zur Qual werden.
Seit 1945 hat Köln in keinem Jahr so viele heiße Tage erlebt wie 1947: 22 Tage mit mindestens 32 °C – das entspricht fast einem ganzen Monat. Der Rekord von 2019 steht aber für die Einzelhitze, die ohne Vorbild ist.
Welche Monate sind besonders tückisch? Wie oft kommen solche gefährlichen Temperaturen vor? Der Datensatz der Wetterstation Köln-Stammheim (Indikativ 02968) liefert die genauen Zahlen – von Januar 1945 bis August 2024. Keine Schätzungen, keine Modelle, sondern die nackten Messwerte des Deutschen Wetterdienstes.
Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Tage pro Jahr in Köln im Durchschnitt die 32-Grad-Marke erreicht oder überschritten wird. Der Wert errechnet sich aus der Gesamtzahl aller heißen Tage eines Monats, geteilt durch die Anzahl der Jahre mit Daten – ein robuster Indikator für die Hitze-Gefahr.
| Monat | Heiße Tage pro Jahr (Mittel) |
|---|---|
| Mai | 0.1 |
| Juni | 0.7 |
| Juli | 1.9 |
| August | 1.3 |
| September | 0.2 |
Der Juli ragt mit durchschnittlich 1.9 Tagen über 32 °C heraus – also fast zwei Tage pro Jahr, an denen Hunde auch im Schatten überhitzen können. Der August folgt mit 1.3 Tagen. Die Werte für Mai, Juni und September sind mit 0.1 bis 0.7 Tagen pro Jahr vergleichsweise niedrig, aber kein Monat ist wirklich risikofrei. Ab Ende Mai wurden bereits vereinzelt gefährliche Temperaturen gemessen.
Dieses Diagramm (als Tabelle dargestellt) zeigt für jedes Jahr seit 1945, wie viele Tage die 32 Grad überschritten. Es fällt auf, dass nicht die Jahre mit den meisten Extremsommern die Spitze bilden: 1947 steht mit 22 Tagen einsam an der Spitze. In den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder Häufungen: 1976 (14 Tage), 2003 (12), 2006 (12), 2015 (13), 2018 (12), 2019 (13), 2020 (12) und 2022 (14).
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Tage ≥ 32 °C |
|---|---|
| 1946 | 1 |
| 1947 | 22 |
| 1976 | 14 |
| 2003 | 12 |
| 2015 | 13 |
| 2019 | 13 |
| 2022 | 14 |
Ein Tag mit 32 °C und mehr ist für einen Hund ein akutes Risiko – insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit, die in Köln im Sommer häufig ist. Die Pfoten verbrennen auf heißem Asphalt, der Kreislauf wird belastet, ein Hitzschlag droht. Der Juli ist der gefährlichste Monat: Statist gesehen erlebt Köln dort fast zwei solcher Tage pro Jahr. Aber auch im August (1.3 Tage) und Juni (0.7) ist Vorsicht geboten.
Die Daten zeigen eine klare Zunahme in den letzten zwei Jahrzehnten: Zwischen 2000 und 2024 gab es mindestens 12 Jahre mit 10 oder mehr heißen Tagen, während dies zwischen 1950 und 1999 nur in 1947, 1976 und 1983 der Fall war. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass jeder Sommer extrem wird, aber die Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen ist gestiegen.
Der 25. Juli 2019 steht als Mahnung: 41.1 °C sind selbst im Schatten lebensbedrohlich für Hunde. An einem solchen Tag helfen nur kühle Räume, ausreichend Wasser und absolute Bewegungslosigkeit. Der Rekord ist noch nicht gebrochen – aber die Liste der Jahre mit vielen heißen Tagen zeigt, dass die Gefahr nicht nur von einem einzelnen Datum ausgeht, sondern von der gesamten Hitzeperiode.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Köln-Stammheim (Indikativ 02968). Zeitraum: 1. Januar 1945 bis 31. August 2024. Die täglichen Temperaturmaxima (Tmax) wurden nach dem offiziellen Verfahren der DWD-Kenntage ausgewertet. Alle Werte sind gerundet. Für diese Analyse wurden nur Tage mit Tmax ≥ 32 °C berücksichtigt – der kritische Schwellenwert für Hitzschlaggefahr bei Hunden. Die Daten sind öffentlich zugänglich unter der Lizenz GeoNutzV.
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