Aktualisiert: 2026-07-10
Der absolute Rekord ist brandneu: Am 27. Juni 2026 maß die DWD-Station Frankfurt/Main eine Tageshöchsttemperatur von 41,1 °C. Das ist der höchste jemals in Frankfurt registrierte Wert.
Für einen Hund bedeutet dieser Tag nicht nur „heiß", sondern eine akute Lebensgefahr durch Hitzschlag. Asphalt kann bei diesen Temperaturen Verbrennungen an den Pfoten verursachen, und die Atemluft ist für jeden Vierbeiner eine extreme Belastung.
Die offizielle Wetterstation Frankfurt/Main (Stationskennung 01420) zeichnet seit 1935 Temperaturdaten auf. Unsere Analyse konzentriert sich auf die Tage, an denen die Höchsttemperatur 32 °C oder mehr erreichte. Dies ist die Schwelle, ab der die Belastung für Hunde kritisch wird – dann steigt das Risiko eines Hitzeschlags drastisch an.
In Frankfurt sind die Monate Juli und August die Spitzenreiter bei gefährlichen Hitzeereignissen. Im Durchschnitt gibt es pro Jahr im Juli 2,2 Tage mit ≥32 °C, im August sind es 1,9 Tage. Der Juni folgt mit 1,0 Tagen. Der Mai und September liegen mit jeweils 0,1 Tagen weit abgeschlagen – die Gefahr ist hier vernachlässigbar gering.
| Monat | Durchschnittliche Tage |
|---|---|
| Mai | 0,1 |
| Juni | 1,0 |
| Juli | 2,2 |
| August | 1,9 |
| September | 0,1 |
Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, sind Sie im Juli und August also besonders gefährdet. Die durchschnittlichen Werte zeigen, dass jedes Jahr im Hochsommer mindestens ein Tag mit kritischer Hitze zu erwarten ist.
Die DWD-Daten zeigen einen klaren Trend: In manchen Jahren gab es regelrechte Hitzesommer. Das Jahr 2003 war mit 20 Tagen über 32 °C ein Extrem. Auch 2022 erreichte diese Marke. Aber auch 1994 (17 Tage) und 1976 (14 Tage) waren für Frankfurt sehr hitzeintensiv.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Hitzetage |
|---|---|
| 1954 | 1 |
| 1994 | 17 |
| 2003 | 20 |
| 2006 | 16 |
| 2015 | 18 |
| 2018 | 16 |
| 2022 | 20 |
Der jüngste Sommer 2026 mit 13 Hitzetagen liegt ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt. Zwar wurde der Rekord von 2003 und 2022 mit 20 Tagen nicht erreicht, aber die Konzentration solcher Ereignisse in den letzten Jahren ist auffällig: Ein Drittel aller Jahre mit mehr als 10 Hitzetagen liegt nach dem Jahr 2000.
Ein einziger Tag mit 32 °C kann für einen Hund tödlich sein, wenn er keine Möglichkeit zur Abkühlung hat. Die Daten zeigen: In Frankfurt ist dieser Risikotag statistisch gesehen fast sicher im Juli oder August. Die absoluten Extreme wie der 27. Juni 2026 (41,1 °C) sind zwar selten, aber sie zeigen, wohin die Reise geht.
Als grober Vergleich: Ein Jahr mit 20 Hitzetagen (wie 2003) bedeutet, dass Ihr Haustier an fast drei aufeinanderfolgenden Wochen im Sommer einer akuten Hitzebelastung ausgesetzt war, wenn keine Abhilfe geschaffen wurde.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Station: Frankfurt/Main (Indikativ 01420). Lizenz: GeoNutzV. Auswertungszeitraum: 1935-07-01 bis 2026-07-06. Die Daten wurden am 2026-07-10 abgerufen.
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