Aktualisiert: 2026-07-10
41,2 °C
Das ist die höchste jemals an der DWD-Station Frankfurt/Main-Westend gemessene Temperatur. Der Rekord wurde am 27. Juni 2026 registriert – ein brandaktueller Extremwert, der zeigt, wie nah die Klimaerhitzung an unsere Haustiere heranreicht.
Für Hunde beginnt die Gefahrenzone schon weit unterhalb dieser Zahl: Ab 32 °C Lufttemperatur kann ein Hund bei Belastung einen Hitzschlag erleiden. Die Frankfurter Messreihe der letzten 40 Jahre belegt, dass solche Tage kein Einzelfall sind.
Die Daten stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD), Station Frankfurt/Main-Westend (Indikativ 01424). Die Aufzeichnungen reichen vom 1. November 1985 bis zum 6. Juli 2026 – eine der lückenlosesten urbanen Reihen Deutschlands. Wir haben für jede Jahr ausgewertet, wie oft das Thermometer auf mindestens 32 °C stieg. Diese Schwelle gilt als kritisch für Hunde, besonders bei fehlender Kühlung, hoher Luftfeuchtigkeit oder direkter Sonne.
Der absolute Höchstwert von 41,2 °C am 27. Juni 2026 ist nicht nur eine Zahl. Er liegt deutlich über der Körpertemperatur eines Hundes (38–39 °C). Ein Spaziergang an diesem Nachmittag hätte selbst für einen gesunden, kurzhaarigen Vierbeiner innerhalb weniger Minuten zu Kreislaufversagen führen können. Dass dieser Rekord erst 2026 aufgestellt wurde – mitten in der aktuellen Hitzewelle – zeigt, dass die extreme Hitze in Frankfurt kein historisches Relikt ist, sondern sich gerade vor unseren Augen verschärft.
Um zu verstehen, wann das Risiko in Frankfurt am höchsten ist, zeigt die folgende Tabelle, wie viele Tage mit mindestens 32 °C durchschnittlich pro Monat auftreten (berechnet über die gesamte Messreihe seit 1985).
| Monat | Tage ≥32 °C (Mittel pro Jahr) |
|---|---|
| Mai | 0,1 |
| Juni | 1,9 |
| Juli | 3,2 |
| August | 3,1 |
| September | 0,1 |
Der Juli ist mit durchschnittlich 3,2 Tagen der Spitzenreiter – dicht gefolgt vom August (3,1 Tage). Im Juni sind es knapp 2 Tage. Mai und September weisen nur selten gefährliche Hitze auf: im Schnitt 0,1 Tage pro Jahr (das entspricht etwa einem Tag alle zehn Jahre). Die Kernzeit für Hundebesitzer ist also Mitte Juni bis Ende August.
Wie variabel die Hitze von Jahr zu Jahr ist, zeigt die Tabelle aller Jahrgänge. Einige Jahre stechen stark hervor: 1994 (17 Tage), 2003 (21 Tage), 2006 (16 Tage), 2015 (22 Tage), 2018 (16 Tage), 2019 (16 Tage) und 2022 (22 Tage). Besonders 2015 und 2022 liegen mit je 22 Tagen an der Spitze – das sind mehr als drei zusammenhängende Wochen mit potenzieller Hitzschlag-Gefahr für Hunde.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Tage ≥32 °C |
|---|---|
| 1987 | 1 |
| 1994 | 17 |
| 2003 | 21 |
| 2006 | 16 |
| 2015 | 22 |
| 2018 | 16 |
| 2022 | 22 |
Blickt man auf die letzten Jahre, fällt auf: Nach dem ruhigen Jahr 2021 (nur 3 Tage) folgte 2022 ein Rekordhoch von 22 Tagen, 2025 wieder 13 Tage, und 2026 waren es bis Anfang Juli bereits 11 Tage – Tendenz steigend, da der Juli und August noch folgen. Der bislang heisseste Tag der gesamten Reihe liegt aber erst ein paar Wochen zurück: der 27. Juni 2026 mit 41,2 °C.
Um das Risiko für Hunde besonders deutlich zu machen: In den fünf Hitzejahren gab es jeweils mindestens 16 Tage über 32 °C. Das bedeutet mehr als zwei zusammenhängende Wochen, in denen ein Hund bei Tagesausflügen ständig gefährdet war.
22 Tage heisst: drei komplette Wochen – der gesamte Juli plus eine Augustwoche – lagen in diesen Jahren im roten Bereich. Für Hundehalter bedeutet das: Gassigehen nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, immer Wasser dabei, Asphalt vermeiden.
Die Frankfurter Messreihe der DWD-Station Westend (1985–2026) zeigt eindeutig: Seit Mitte der 1990er Jahre nehmen Jahre mit vielen heissen Tagen zu. Der jüngste Rekordwert von 41,2 °C unterstreicht die akute Gefahr. Für Hunde bedeutet das: Besonders in den Monaten Juni, Juli und August ist die Hitzschlaggefahr real. In den Jahren 2015 und 2022 gab es jeweils 22 Tage mit ≥32 °C – so viele wie in keinem anderen Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Wer in Frankfurt mit seinem Hund lebt, sollte die tägliche Wettervorhersage (Tmax) im Auge behalten und ab 30 °C konsequent kühle Ausweichrouten suchen. Die Daten des DWD liefern dafür die objektive Grundlage – Jahr für Jahr, Tag für Tag.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center, Station Frankfurt/Main-Westend (Indikativ 01424). Auswertungszeitraum 1. November 1985 – 6. Juli 2026. Daten lizenziert unter GeoNutzV. Alle Angaben basieren auf Tagesmaxima der Lufttemperatur (Tmax) in 2 m Höhe.
Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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