Erkältungsrisiko in Düsseldorf: Die nasskältesten Monate seit 1952

Aktualisiert: 10. Juli 2026

Der Januar ist der Monat mit dem höchsten Erkältungsrisiko in Düsseldorf. Unser Index, der sich aus der durchschnittlichen Niederschlagsmenge geteilt durch die durchschnittliche Temperatur plus 5 Grad errechnet, erreicht im Januar den Spitzenwert von 0,26. Das bedeutet: Auf jeden Grad über dem Gefrierpunkt kommen reichlich 2,1 Millimeter Niederschlag – ideale Bedingungen für Viren, die feuchte Kälte lieben. Die gemittelte Temperatur liegt bei nur 3,2 °C, die Luftfeuchte bei knapp 82 Prozent. Wer im Januar in Düsseldorf draußen unterwegs ist, atmet ständig eine Mischung aus Kälte und Nässe ein.

Warum ein Erkältungsindex?

Die Idee stammt aus der Klimafolgenforschung: Niedrige Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen die Übertragung von Atemwegsviren. Unser einfacher Index Niederschlag geteilt durch (Temperatur + 5 °C) erfasst genau das – je höher der Wert, desto feuchter und kälter ist das Wetter. Für Düsseldorf liegen nun Daten von der Deutschen Wetterdienst-Station (Kennung 01078) über einen Zeitraum von 74 Jahren vor: vom 1. Januar 1952 bis zum 6. Juli 2026.

Die drei risikoreichsten Monate

Nur Monate mit einer Durchschnittstemperatur unter 10 °C fließen in die Bewertung ein. Das Ergebnis zeigt eine klare Rangfolge:

MonatDurchschnittstemperatur (°C)Niederschlag (mm)Luftfeuchte (%)Erkältungsindex
Januar3,22,181,90,26
Dezember4,22,283,80,24
Februar3,91,978,10,21

Der Dezember liegt nur knapp hinter dem Januar – bei einer um ein Grad milderen Temperatur, aber noch mehr Feuchtigkeit (83,8 Prozent Luftfeuchte). Der Februar fällt etwas ab, bleibt aber mit 0,21 Punkten deutlich im Risikobereich. Wer also zwischen Dezember und Februar in Düsseldorf lebt oder reist, sollte sich auf nasse Kälte einstellen.

Was bedeuten diese Zahlen im Alltag?

Nehmen wir den Januar mit seinem Index von 0,26: Das ist der höchste Wert im gesamten Jahr. Die 2,1 Millimeter Niederschlag klingen nach wenig, aber das ist ein Tagesdurchschnitt – über den ganzen Monat kommen rund 65 Millimeter zusammen. Zusammen mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt entsteht eine Dauerfeuchte, die Kleidung und Haut nie richtig trocknen lässt. Die Luftfeuchte von fast 82 Prozent sorgt dafür, dass selbst leichter Nieselregen klebrig wirkt.

Der Dezember ist mit 83,8 Prozent Luftfeuchte sogar noch feuchter, aber die Temperatur liegt im Schnitt bei 4,2 °C, was den Index auf 0,24 senkt. Der Februar bildet den Abschluss der Risikophase: mit 78,1 Prozent Luftfeuchte etwas trockener, aber bei 3,9 °C immer noch kalt genug für eine erhöhte Virenstabilität.

Das aktuelle Jahr 2026: Bisherige Monate im Detail

Für das laufende Jahr 2026 liegen uns bereits Daten für sieben Monate vor. Sie zeigen, wie typisch oder ungewöhnlich die Entwicklung bisher ist:

MonatMinimaltemperatur (°C)Luftfeuchte (%)
Januar0,182,2
Februar3,482,6
März3,070,2
April4,064,0
Mai9,469,9
Juni14,869,4
Juli13,962,3

Auffällig: Der Januar 2026 hatte eine Minimaltemperatur von nur 0,1 °C – praktisch der Gefrierpunkt. Zusammen mit 82,2 Prozent Luftfeuchte war dieser Monat ein klassischer Erkältungstreiber. Ab März steigen die Temperaturen dann spürbar an, die Luftfeuchte sinkt unter 70 Prozent. Ab Mai liegen die Tiefsttemperaturen über 9 °C, was das Risiko für Erkältungen durch Kälte-Nässe-Kombinationen deutlich reduziert.

Was bedeutet das für Düsseldorf-Reisende und Neubürger?

Die Zahlen sind eindeutig: Zwischen Dezember und Februar herrscht in Düsseldorf ein erhöhtes Erkältungsrisiko. Wer im Januar kommt, sollte auf jeden Fall wärmende, wasserabweisende Kleidung einpacken – die Kombination aus 3,2 °C und 2,1 mm täglichem Niederschlag macht die typische rheinische Nässe aus. Die gute Nachricht: Der März zeigt mit 70,2 Prozent Luftfeuchte und 3,0 °C Minimaltemperatur bereits eine leichte Entspannung, ab April wird es dann deutlich trockener und wärmer.

Hintergrund der Daten

Alle Angaben stammen vom Deutschen Wetterdienst, Climate Data Center, und wurden an der Düsseldorfer Wetterstation (Kennung 01078) erhoben. Der Erfassungszeitraum umfasst 74 Jahre – vom 1. Januar 1952 bis zum 6. Juli 2026. Die Berechnung des Erkältungsindex erfolgt nach der Formel Niederschlag geteilt durch (Temperatur + 5 °C), angewendet auf Monatsmittelwerte mit einer Durchschnittstemperatur unter 10 °C. Die Werte für Luftfeuchte und Minimaltemperaturen des Jahres 2026 basieren auf den bisher vorliegenden Messungen.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Düsseldorf (01078). Datenverarbeitung und Indexberechnung durch histoclima.com. Alle Angaben ohne Gewähr.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act