Actualizado: 2026-07-10 – Datenbasis: DWD-Wetterstation Köln-Stammheim (02968), Auswertungszeitraum 1945 bis 2024.
Wer in Köln eine Fassade streicht, braucht vor allem eines: trockene Wärme, aber keine Gluthitze. Der Juli erreicht eine Durchschnittstemperatur von 19,4 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von nur 69,6 %. Das ist der beste Kompromiss im langjährigen Mittel – die Farbe trocknet gleichmäßig, und Schimmelbildung durch hohe Feuchte ist seltener als im Herbst. Die Werte stammen von der offiziellen DWD-Station Köln-Stammheim, Datenreihe 1945–2024.
Für einen Anstrich im Freien sind milde Temperaturen und niedrige Luftfeuchte entscheidend. Die folgende Tabelle zeigt alle zwölf Monate, sortiert nach Temperatur (erst warm, dann kühl) und bei gleicher Temperatur nach niedrigerer Feuchte. So siehst du auf einen Blick, warum der Juli die Nase vorn hat – und warum der Januar mit 3,1 °C und 81,1 % eher für die Winterpause taugt.
| Monat | Ø Temperatur (°C) | Ø relative Feuchte (%) |
|---|---|---|
| Juli | 19,4 | 69,6 |
| August | 19,0 | 71,2 |
| Juni | 17,7 | 69,0 |
| September | 15,8 | 75,6 |
| Mai | 14,7 | 67,6 |
| Oktober | 11,6 | 79,2 |
| April | 10,5 | 68,1 |
| November | 7,0 | 81,6 |
| März | 6,9 | 73,0 |
| Dezember | 4,2 | 82,3 |
| Februar | 4,0 | 77,6 |
| Januar | 3,1 | 81,1 |
Wer die Feuchte als erstes Kriterium setzt, findet im Mai mit 14,7 °C und 67,6 % den trockensten Monat. Die Temperatur liegt rund 5 °C unter dem Juli, für viele Farben aber noch völlig ausreichend. In der Praxis ist der Mai oft eine gute Alternative, wenn der Juli verregnet ist – die Trockenheit hilft bei der Haftung.
Die drei Spitzenreiter Juli, August und Juni liegen alle über 17 °C und unter 72 % Feuchte. Besonders der August (19,0 °C / 71,2 %) ist fast gleichauf mit dem Juli. Der Juni bringt mit 69,0 % die zweitniedrigste Feuchte der warmen Monate und 17,7 °C. Wer flexibel ist, kann also von Mitte Juni bis Ende August problemlos streichen. Ab September steigt die Feuchte auf 75,6 % – die Nächte werden feuchter, die Trocknungszeit verlängert sich.
Im November (81,6 %) und Dezember (82,3 %) liegt die Luftfeuchte konstant über 80 %. Zusammen mit Temperaturen um 4–7 °C ist das die schlechteste Kombination für Außenanstriche: Die Farbe trocknet extrem langsam, oft ungleichmäßig. Auch Januar (81,1 %) und Februar (77,6 %) sind keine Option – Frostgefahr kommt hinzu.
Basierend auf den DWD-Vergleichswerten ergeben sich fünf Monate, die für die Fassadenstreichen-Praxis wirklich taugen. Die Reihenfolge berücksichtigt beide Faktoren gleich stark:
Köln liegt im Rheinland mit insgesamt gemäßigtem, atlantisch geprägtem Klima. Die Luftfeuchte schwankt zwischen 67,6 % (Mai) und 82,3 % (Dezember) – das ist ein moderater, aber deutlicher Jahresgang. Zum Vergleich: In Küstennähe liegen die Feuchtewerte oft ganzjährig über 75 %. Für Fassadenarbeiten ist Köln also begünstigt: Drei Monate (Juli, August, Juni) bieten eine Kombination, die in vielen anderen deutschen Großstädten so nicht vorkommt. Der Juli sticht heraus, weil er die höchste Temperatur mit einer noch niedrigen Feuchte verbindet – das ist das Optimum für wasserbasierte Acrylfarben und Putze.
Alle Angaben basieren auf der Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD, Climate Data Center) für die Station Köln-Stammheim (Indikativ 02968). Der Zeitraum umfasst 80 Jahre, von Januar 1945 bis einschließlich August 2024. Die Daten wurden als Tagesmittel (Temperatur 2 m Höhe, relative Feuchte 2 m) erfasst und monatlich gemittelt.
Im Juli und August treten in Köln praktisch nie Luftfröste auf. Das bedeutet: Selbst wenn der Anstrich über Nacht leicht feucht bleibt, besteht keine Gefahr von Frostblasen oder Abblättern durch Eisbildung. Im September kann es in manchen Jahren schon kühle Nächte geben, aber die Mittelwerte liegen bei 15,8 °C – die Farbe hat Zeit zum Aushärten.
Die statistischen Mittelwerte sagen nichts über den Einzelfall aus: Ein verregneter Juli 2021 (Kölner Hochwasser) zeigte, dass auch der beste Monat Ausreißer haben kann. Dennoch geben die 80-Jahre-Mittel eine verlässliche Richtschnur. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt den Juni oder Juli, beachtet aber die kurzfristige 5-Tage-Prognose. Die niedrigste Feuchte hat der Mai – ideal für Arbeiten, die absolute Trockenheit erfordern (z. B. Grundierungen auf mineralischem Untergrund). Die wärmste Farbe (über 25 °C) kann im Hochsommer die Haftung beeinträchtigen; bei 19 °C im Juli liegt Köln genau im idealen Temperaturfenster 15–25 °C.
Datenquelle: DWD – Climate Data Center (CDC), Station Köln-Stammheim (02968). Tagesmittelwerte 1945–2024, bearbeitet vom Deutschen Wetterdienst. Lizenz GeoNutzV. Die Daten wurden als monatliche Durchschnitte aus der Gesamtperiode berechnet (siehe avg_temp und avg_humidity). Die Station Köln-Stammheim ist eine offizielle hauptamtliche Wetterstation des DWD mit Referenzcharakter. Alle Werte sind gerundet auf eine Dezimalstelle.
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