Aktualisiert: 2026-07-10
53,8 % der Maitage sind in Hamburg völlig regenfrei – das ist der höchste Wert aller Monate. Wer im Freien fotografieren möchte, hat im Mai statistisch an jedem zweiten Tag trockenes Wetter. Die Niederschlagssumme des Monats beträgt nach den Daten von 2023 nur 16,9 mm. Zum Vergleich: Im Juli 2023 fielen 143,8 mm – mehr als achtmal so viel. Der Mai ist der Monat mit dem geringsten Regen und der höchsten Regenfreiheitsquote in der fast 90‑jährigen Messreihe der Station Hamburg‑Fuhlsbüttel.
Für die Landschafts- und Stadtfotografie sind zwei Dinge entscheidend: wenig Regen und eine nicht zu dichte Bewölkung. Der Mai erfüllt beides. Von insgesamt 2790 erfassten Maitagen seit 1937 waren 1500 Tage ohne Niederschlag. Die durchschnittliche Bewölkung liegt bei 5,0 Achteln – das ist der niedrigste Wert gemeinsam mit August und September. In der Praxis bedeutet das oft einen Mix aus Sonne und Wolken, genau das, was Motiven Tiefe und Struktur gibt.
Der April liegt mit 53,2 % Regenfreiheit nur knapp hinter dem Mai, die Bewölkung ist mit 5,1 Achteln fast gleich. Warum also doch der Mai? Die durchschnittliche tägliche Niederschlagsmenge im April 2023 betrug 41,9 mm – mehr als doppelt so viel wie im Mai. Wer also einen trockenen Tag für eine längere Fotosession sucht, hat im Mai die beste Karte.
| Monat | Regenfreie Tage | Regenfreiheit | Bewölkung (Achtel) |
|---|---|---|---|
| Mai | 1500 | 53,8 % | 5,0 |
| April | 1436 | 53,2 % | 5,1 |
| März | 1446 | 51,8 % | 5,5 |
| Juni | 1369 | 50,7 % | 5,2 |
Bemerkenswert: Der Juni hat fast so viele Regenfreiheitstage (50,7 %) wie der Mai, aber die Bewölkung steigt auf 5,2 Achtel. Für Aufnahmen mit klarem Himmel ist der Mai also die erste Wahl.
Dezember ist der schwierigste Monat. Mit 6,4 Achteln Bewölkung (auf einer Skala von 0 = wolkenlos bis 8 = bedeckt) und nur 39,1 % regenfreien Tagen herrscht oft Dauerwolkenlage. In 2759 Dezembertagen der Messreihe waren lediglich 1078 Tage niederschlagsfrei. Auch Januar (6,2 Achtel, 39,4 %) und November (6,2 Achtel, 39,4 %) sind grau. Wer in diesen Monaten draußen fotografieren möchte, sollte auf den frühen Nachmittag setzen, wenn die Sonne (wenn sie scheint) am höchsten steht.
Die folgende Tabelle zeigt die gemessenen Niederschlagssummen für das Jahr 2023 an der Station Hamburg‑Fuhlsbüttel. Sie macht deutlich, wie extrem die Monate streuen.
| Monat | Niederschlag (mm) |
|---|---|
| Januar | 91,8 |
| Februar | 58,4 |
| März | 96,1 |
| April | 41,9 |
| Mai | 16,9 |
| Juni | 53,9 |
| Juli | 143,8 |
| August | 81,2 |
| September | 20,9 |
| Oktober | 107,8 |
| November | 75,8 |
| Dezember | 137,8 |
Auffällig: Mai und September 2023 waren mit 16,9 mm beziehungsweise 20,9 mm die mit Abstand trockensten Monate, während Juli und Dezember die Spitzenreiter beim Regen waren (143,8 mm bzw. 137,8 mm). Wer also im Herbst fotografieren möchte, sollte den September wählen – er ist fast so trocken wie der Mai.
Der Mai ist der Monat mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für trockenes Wetter und moderater Bewölkung. September und April sind ebenfalls gute Alternativen, besonders wenn man das weiche Licht des Frühherbstes oder die klaren Konturen des Vorfrühlings sucht. Wer auf Schnee- oder Eisfotografie aus ist, sollte den Januar oder Dezember nicht völlig ausschließen – aber mit einer Regenfreiheitsquote von nur 39 % muss man Geduld mitbringen.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center. Station: Hamburg‑Fuhlsbüttel (Kennung 01975). Messperiode von 1936-01-01 bis 2026-07-06. Regenfreiheit und Bewölkung basieren auf der vollständigen Tagesreihe seit 1937. Niederschlagssummen für das Jahr 2023. Lizenz: GeoNutzV.
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