Beste Monate für Bergwanderungen in Garmisch-Partenkirchen

Aktualisiert: 2026-07-10

Der Juli ist wandermäßig der Gipfel: 17,1 °C Durchschnittstemperatur und nur 1,5 m/s Wind – das bedeutet auf 2000 m noch gut erträgliche Bedingungen für den Normalwanderer. Die wärmste jemals gemessene Durchschnittstemperatur eines Monats erreichte im Juli 2023 sogar 24,9 °C als Maximummittel. Gleichzeitig ist der August mit 253,1 mm Niederschlag der regenreichste Monat – Gewitter lauern vor allem im Spätsommer.

Garmisch-Partenkirchen liegt im Werdenfelser Land auf 710 m Höhe, umgeben von Zugspitze, Alpspitze und Wetterstein. Die DWD-Station 01550 zeichnet seit 1936 das Wetter auf – die älteste Datenreihe für diese Region stammt vom 1. Januar 1936. Damit gehört sie zu den wertvollsten Quellen für die Planung von Bergtouren, denn hier zeigt sich: Der optimale Wanderzeitraum ist kürzer, als man denkt.

Das Jahresprofil der Station 01550 (1936–2026)

Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Mittelwerte über die gesamte verfügbare Periode. Die Daten stammen aus dem Jahresbericht 2023 (letzter vollständiger Jahrgang) und aus dem langjährigen Referenzzeitraum 1991–2020. Für die Bergsteigerpraxis entscheidend sind Temperatur, Wind und Niederschlag.

Monat∅ Temp. (°C)∅ Min (°C)∅ Max (°C)Niederschlag (mm)∅ Wind (m/s)
Jan−2,1−5,83,235,91,2
Feb−0,5−5,05,668,81,9
Mär3,5−1,710,0115,12,2
Apr7,81,714,5157,91,7
Mai12,15,918,4207,41,7
Jun15,59,621,677,91,9
Jul17,111,223,4196,51,5
Aug16,611,023,0253,11,4
Sep12,57,518,7116,81,4
Okt8,23,614,779,01,2
Nov2,7−1,18,3223,51,2
Dez−1,4−4,63,3174,71,2

Fünf Fakten für die Tourenplanung

  1. Juli und August sind die einzigen Monate mit milchigen Morgentemperaturen über 11 °C – die Nächte auf Hütten bleiben erträglich.
  2. April bringt mit 157,9 mm Niederschlag die größte Gefahr durch Schneeschmelze und nasse Felsen. Das ist fast so rekordträchtig wie der November mit 223,5 mm.
  3. Die geringste Windbelastung herrscht im Dezember, Januar und Oktober mit je nur 1,2 m/s – aber dann ist es entweder zu kalt oder zu nass.
  4. Der Mai fällt mit 207,4 mm Niederschlag statistisch ins Wasser – im Tal bereits warm (18,4 °C Max), aber in den Höhen noch Winterreste.
  5. Der wärmste Monat der Station war der Juli 2023 mit einer Durchschnittstemperatur von 17,1 °C – das enspricht 23,4 °C maximaler Mittagshitze, aber die relative Luftfeuchte ist niedriger als im August.

Das Jahr 2023 im Detail: Ein Wanderjahr unter der Lupe

Der Deutsche Wetterdienst hat für 2023 monatsgenaue Durchschnitte veröffentlicht. Auffällig: Der Juni erreichte mit 24,7 °C den höchsten Monatsdurchschnitt der Maxima – das ist der Spitzenwert für das ganze Jahr. Gleichzeitig fiel im Juni nur 77,9 mm Regen, der geringste Wert aller Sommermonate. Der August brachte dagegen 253,1 mm, mehr als das Dreifache. Für Wanderer bedeutet das: Im Juni war 2023 der beste Monat, im August war das Wetter unbeständiger als im langjährigen Mittel.

Die Windverhältnisse waren im Frühjahr am lebhaftesten: Der März verzeichnete im Mittel 2,2 m/s, der Februar und Juni je 1,9 m/s. Das ist für alpine Verhältnisse immer noch moderat – aber auf exponierten Graten (z. B. Alpspitze) kann das den Unterschied zwischen Genuss und Stress ausmachen.

Wann sollte man die Wanderschuhe einpacken?

Wer nach den Daten eine Faustregel sucht: Die mittlere Tagestemperatur liegt von Juni bis August über 15,5 °C, die durchschnittliche Höchsttemperatur über 21,6 °C. In diesen drei Monaten bleibt selbst auf 2000 m die Temperatur in der Regel über dem Gefrierpunkt. Die größte Regenwahrscheinlichkeit besteht im August (253,1 mm), die geringste im Juni (77,9 mm). Wer also spontan einen Bergtag plant: Juni 2023 zeigte die stabilsten Verhältnisse, Juli 2023 war fast genauso warm mit 24,9 °C maximaler Durchschnittstemperatur, aber mehr Regen (196,5 mm).

Kälte und Schnee: Die Grenzen der Wandersaison

Im Januar liegen die durchschnittlichen Tiefstwerte bei −5,8 °C, die Höchstwerte bei mageren 3,2 °C. Das ist kein Wanderwetter, sondern Skitourengebiet. Der Dezember ist mit −4,6 °C Minimum ähnlich kalt. Selbst der April hat mit 1,7 °C durchschnittlichem Minimum noch Frostgefahr in Tallagen. Das Frühjahr beginnt also erst richtig im Mai, wenn die Durchschnittstiefstwerte auf 5,9 °C klettern – aber dann kommen die Regenmassen.

Die Gesamtniederschlagsmenge des Novembers 2023 betrug 223,5 mm – das ist mehr als jeder Sommermonat außer August. In diesen Monaten sind Wanderungen in den höheren Lagen nicht nur ungemütlich, sondern wegen der Nässe und der kalten Temperaturen auch gefährlich. Die Station verzeichnet für diese Monate Windgeschwindigkeiten von nur 1,2 m/s – das wäre angenehm, aber die Kombination aus Regen und Kälte macht die Touren unattraktiv.

Die längste verfügbare Datenreihe der Region

Die DWD-Station Garmisch-Partenkirchen (Kennung 01550) besitzt zusammenhängende Daten vom 1. Januar 1936 bis zum 6. Juli 2026. Das sind über 90 Jahre kontinuierlicher Messungen – eine der längsten Reihen im bayerischen Alpenraum. Sie ist damit eine unverzichtbare Quelle für die langfristige Klimaentwicklung und für die Abschätzung, ob ein bestimmter Monat geeignet war oder nicht. Die Werte in dieser Seite beruhen auf dem referenzierten 30-Jahres-Mittel 1991–2020 und auf den aktuellen Monatsdaten von 2023.

Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Station Garmisch-Partenkirchen (01550), Datenstand 2026-07-10. Die Werte basieren auf den täglichen Messungen der Klimareferenzstation und den Monatsberichten des DWD. Lizenziert unter GeoNutzV. Alle Angaben ohne Gewähr.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act