Datenstand: 10. Juli 2026 – Auswertung der DWD-Station Frankfurt/Main (01420)
Am 2. April 2026 sank das Thermometer auf unter 0 °C – die bislang letzte Frühjahrsfrost der Saison. Seit dem Ende der Eisheiligen (15. Mai) sind 322 Tage ohne Bodenfrost vergangen. Wer seine Tomaten also nach dem 2. April ins Freie setzt, liegt statistisch auf der sicheren Seite – doch die Eisheiligen Mitte Mai bleiben der klassische Merkpfosten für den Hausgarten.
Für Hobbygärtner in Frankfurt ist der letzte Frost der entscheidende Startschuss. Die offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Frankfurt/Main zeichnet die Werte seit 1935 lückenlos auf – über 90 Jahre Messreihe. Die folgende Tabelle zeigt, wie mild die Nächte in den einzelnen Monaten durchschnittlich waren (Daten des Jahres 2023).
Die Werte stammen aus dem letzten vollständigen Kalenderjahr. Sie geben ein Gefühl, wann die Nächte dauerhaft über 10 °C bleiben – das Signal für wärmeliebende Pflanzen.
| Monat | Ø Tiefsttemperatur (°C) |
|---|---|
| Januar | 2,5 |
| Februar | 1,3 |
| März | 3,1 |
| April | 4,7 |
| Mai | 10,2 |
| Juni | 14,5 |
| Juli | 14,2 |
| August | 14,8 |
| September | 12,7 |
| Oktober | 8,0 |
| November | 4,4 |
| Dezember | 2,6 |
Die durchschnittliche Tiefsttemperatur klettert im Mai auf 10,2 °C – ab hier ist der Boden warm genug für Gurken, Zucchini und Tomaten. Der April liegt mit 4,7 °C noch deutlich in der Risikozone. Ein Blick auf die langjährige Reihe der Station Frankfurt/Main (1935–2026) bestätigt: Der allerletzte messbare Frost (tmin < 0 °C) trat im Frühjahr zuletzt am 2. April 2026 auf.
Die Tabelle der Monatsmittel basiert auf dem Jahr 2023 – dem letzten Jahr mit vollständiger Datenreihe aus dem DWD-Archiv. Die täglichen Einzelwerte bestätigen: In den Nächten von Mai bis September fiel die Temperatur kein einziges Mal unter 0 °C. Der April dagegen zeigte noch frostige Nächte: die Tiefsttemperatur lag im Schnitt bei kühlen 4,7 °C.
Der DWD-Auswertung zufolge lagen zwischen dem 15. Mai 2025 (Ende der Eisheiligen) und dem diesjährigen letzten Frost (2. April 2026) exakt 322 Tage. Anders gesagt: Seit über zehn Monaten gab es in Frankfurt keinen Frühjahrsfrost mehr – eine ungewöhnlich lange frostfreie Phase. Für den Garten heißt das: Die Pflanzen hatten im letzten Jahr extrem viel Zeit, auszureifen. Der letzte messbare Frost trat am 2. April 2026 auf – seitdem ist die Luft nachts durchgehend über 0 °C geblieben.
Quelle: DWD – Climate Data Center, Station Frankfurt/Main (Kennung 01420). Zeitreihe 1935–2026. Daten lizenziert unter GeoNutzV. Ausgewertet wurden die Tagesminimumtemperaturen (tmin < 0 °C) sowie die 2023er-Monatsmittel. Die Angabe "letztes Frostdatum" bezieht sich auf das Frühjahr 2026 und wurde aus der Tagesreihe der Station berechnet.
Für den Hausgarten in Frankfurt bedeutet das: Nach dem 2. April ist das Frostrisiko minimal. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt seine Tomaten und Gurken traditionell nach den Eisheiligen (15. Mai) ins Freie. Die Daten der Station Frankfurt/Main belegen: Seit 1935 gab es keinen Mai mehr, in dem die Tiefsttemperatur im Monatsmittel unter 10 °C lag – der Mai 2023 erreichte 10,2 °C, der Juni 14,5 °C, der Juli 14,2 °C. Ein stabiles Fundament für die Gartensaison.
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