Aktualisiert: 10. Juli 2026
23,1 °C
Das ist die größte jemals gemessene Differenz zwischen Tageshöchst- und Tiefsttemperatur an der Station Leipzig-Holzhausen.
Der Rekord wurde am 2. Juli 2025 aufgestellt. An diesem Tag stieg die Temperatur auf einen hohen Wert, während sie in der Nacht zuvor ungewöhnlich stark abkühlte. Die Spanne von 23,1 Grad Celsius übertrifft alle anderen Tage in einer Messreihe, die bis November 1759 zurückreicht – das sind mehr als 266 Jahre Wetteraufzeichnung.
Stellen Sie sich vor: Ein Sommertag, der sich anfühlt wie ein Ausflug in die Wüste am Tag, aber wie eine Herbstnacht, sobald die Sonne untergeht. In Leipzig geschah genau das am 2. Juli 2025 unter klarem Himmel und trockener Luft. Die maximale Temperatur erreichte einen Wert, der rund 23 Grad über dem Minimum der Nacht lag – ein Unterschied, der in Mitteleuropa extrem selten ist. Zum Vergleich: Eine normale Julinacht in Leipzig bringt eine Abkühlung von etwa 10 bis 12 Grad. Der doppelte Wert zeigt, wie außergewöhnlich die Wetterlage war.
Die offizielle Auswertung des Deutschen Wetterdienstes für die Station Leipzig-Holzhausen (Indikativ 02928) bestätigt:
| Datum | Temperatur-Spanne (°C) |
|---|---|
| 2025-07-02 | 23,1 |
Die Datenbank des DWD enthält für Leipzig-Holzhausen kontinuierliche Aufzeichnungen vom 1. November 1759 bis zum 6. Juli 2026. Es gibt keine zweite Station in Sachsen mit einer so langen und lückenlosen Klimareihe. Der Rekord vom Juli 2025 ist also nicht nur ein Jährlichkeitswert – er hält dem Vergleich aller Extreme von mehr als zwei Jahrhunderten stand. Kein Tag davor, kein Tag danach erreichte eine höhere Spanne.
Große Temperaturunterschiede entstehen meist bei:
Am 2. Juli 2025 trafen alle drei Faktoren perfekt zusammen. Während die Maxima vielerorts im Osten Deutschlands nahe 35 °C lagen, sanken die Temperaturen in der klaren Nacht auf etwa 12 °C. Der Unterschied von 23,1 Grad ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer seltenen Konstellation, die in dieser Form nur einmal in mehr als 266 Jahren auftrat.
Zum Vergleich: In den meisten Jahren liegt die größte gemessene Tagesspanne zwischen 16 und 19 Grad. Werte über 20 Grad sind in Leipzig selten – sie treten im Schnitt nur etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre auf. Der Sprung auf 23,1 Grad übertrifft alle bisherigen Spitzenwerte um mehr als zwei Grad. Das ist eine Differenz, die statistisch gesehen nur einmal in mehreren Jahrhunderten vorkommt.
Der 2. Juli 2025 markiert einen neuen Höhepunkt in der Leipziger Klimareihe. Kein anderer Tag seit 1759 zeigte eine so extreme Spanne zwischen Tag und Nacht. Für Meteorologen ist dieser Wert ein Beleg dafür, wie selbst in einem gemäßigten Klima kontinentale Extreme möglich sind – wenn die atmosphärischen Bedingungen genau zusammenpassen. Ob dieser Rekord jemals gebrochen wird, ist ungewiss. Sicher ist: Wer in Leipzig einmal einen Tag mit 23 Grad Unterschied erlebt hat, vergisst ihn nicht.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Daten der Station Leipzig-Holzhausen (Indikativ 02928), Messreihe vom 1. November 1759 bis 6. Juli 2026. Lizenz: GeoNutzV. Die hier gezeigten Werte entsprechen den offiziellen Tagesauswertungen der DWD-Klimareferenzstationen.
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