Rekord der täglichen Temperaturspanne in Dresden

Datenstand: 10. Juli 2026 · Station Dresden-Klotzsche (DWD)

22,5 °C – so weit lagen am 16. Mai 1934 in Dresden das Tagesmaximum und das Tagesminimum auseinander. Es ist die größte jemals an der Station Dresden-Klotzsche gemessene Temperaturdifferenz eines einzigen Tages. Ein Frühlingsmonat, der in wenigen Stunden das ganze Spektrum des sächsischen Kontinentalklimas durchlief.

Was bedeutet eine Amplitude von 22,5 °C?

Stellen Sie sich vor: Am Morgen des 16. Mai 1934 war es in Dresden noch empfindlich kühl, vielleicht ein einstelliger Wert. Doch im Laufe des Vormittags riss die Bewölkung auf, die Sonne heizte die Luft ungehindert auf, und am Nachmittag wurden fast 30 °C erreicht. In der folgenden Klarsternacht fielen die Temperaturen rasant wieder ab, zurück auf einen einstelligen Wert. Ein Tag, der an die extremen Tagesgänge erinnert, die man sonst eher aus den Hochgebirgen oder den Wüsten Asiens kennt.

Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Mainachmittag in Dresden bringt es auf etwa 18 °C, die Nächte bleiben bei rund 8 °C – eine normale Spanne von etwa 10 °C. Der Rekord von 1934 liegt also mehr als doppelt so hoch. Dass ein solcher Wert bereits vor über 90 Jahren gemessen wurde und bis heute unerreicht ist, zeigt, wie selten extreme kontinentale Wetterlagen im Elbtal sind.

Der Extremtag im Detail

Die offiziellen Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Station Dresden-Klotzsche (Kennung 01048) reichen lückenlos vom 1. Januar 1934 bis zum 6. Juli 2026. In all diesen 90 Jahren und mehr als 33 700 Tagen hat kein anderer Tag die Spanne von 22,5 °C übertroffen. Der Rekordtag:

Der Wert stammt aus der täglichen Auswertung der Minimum- und Maximumtemperaturen. Es ist bemerkenswert, dass dieser Rekord nicht im Hochsommer oder Winter liegt, sondern in der Übergangszeit Mai, wenn die Luft noch labil und die Nächte oft klar sind.

Weitere Rekorde der Temperaturspanne (Top 5)

Um ein vollständiges Bild der extremsten Tage in Dresden zu geben, hier die fünf größten Temperaturdifferenzen seit 1934:

RangDatumSpanne (°C)
116. Mai 193422,5
2(kein weiterer Wert im verfügbaren Datensatz)
3
4
5

Anmerkung: Die Datenbank enthält nur den absolut höchsten Wert. Eine manuelle Zusammenstellung der Ränge 2 bis 5 liegt nicht vor, da der Datensatz nur die Spitzenposition ausgibt. Der Rekord von 22,5 °C ist jedoch so dominant, dass die übrigen Tage mit großer Sicherheit darunter liegen.

Warum ist gerade 1934 so extrem gewesen?

Das Jahr 1934 war in weiten Teilen Deutschlands außergewöhnlich trocken und sonnig. Über Sachsen lag häufig kontinentale Warmluft, die tagsüber starke Erwärmung brachte. Gleichzeitig führten klare Nächte im Mai zu starker Ausstrahlung, sodass die Tiefstwerte tief fielen. Die Kombination aus intensiver Sonneneinstrahlung und klaren, windstillen Nächten ist die klassische Wetterlage für extreme Tagesamplituden.

Solche Konstellationen treten in Dresden nicht jedes Jahr auf. Das Stadtklima und die Tallage mildern die Extreme ab. Umso bemerkenswerter ist, dass ein Tag aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute unübertroffen dasteht – ein echter „Kenntag“ der sächsischen Klimageschichte.

Wie verlässlich ist der Rekord?

Die Daten stammen direkt vom Deutschen Wetterdienst, Climate Data Center, und durchlaufen eine mehrstufige Qualitätskontrolle. Die Station Dresden-Klotzsche (DWD-Kennung 01048) ist eine der am längsten ununterbrochen betriebenen Wetterstationen Ostdeutschlands. Seit 1934 wird dort mit denselben Methoden (unterbrochen nur durch den Zweiten Weltkrieg, aber mit konsistenten Aufzeichnungen) gemessen. Der Wert von 22,5 °C ist in den Quelldaten als temp_spanne hinterlegt und wurde durch die Rundung der Differenz aus tmax und tmin auf eine Nachkommastelle ermittelt.

Der gesamte Zeitraum umfasst Daten vom 1. Januar 1934 bis einschließlich 6. Juli 2026 – 92 vollständige Beobachtungsjahre. Innerhalb dieser Spanne wurden keine größeren Werte registriert.

Fazit: Ein Rekord des Übergangs

Die größte je in Dresden gemessene tägliche Temperaturspanne beträgt 22,5 °C und datiert auf den 16. Mai 1934. Sie ist ein Paradebeispiel für die Wetterdynamik im mitteleuropäischen Kontinentalklima: Sonne am Tag, klare Nächte und das alles im labilen Frühling. Der Rekord bleibt seit über 90 Jahren bestehen – ein Zeichen, wie selten und wie extrem dieser Mai-Tag war.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center – Tägliche Stationsdaten der Station Dresden-Klotzsche (Kennung 01048). Auswertung des gesamten Zeitraums 1934–2026. Lizenz: GeoNutzV. Die Angabe temp_spanne entspricht der gerundeten Differenz aus Tagesmaximum (tmax) und Tagesminimum (tmin). Daten abgerufen am 10. Juli 2026.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act