Aktualisiert: 10. Juli 2026 – Datenstand DWD CDC bis 31. August 2024
21,2 °Cmaximale gemessene Differenz zwischen Tageshöchst- und Tiefstwert
Am 31. Juli 2020 stieg das Thermometer in Köln-Stammheim auf über 36 °C, während die Nacht auf 15 °C abkühlte. Das sind 21,2 Grad Unterschied – ein Sprung, der sich anfühlt, als würde man am selben Tag von einer Hitzewelle in eine kühle Herbstnacht eintauchen. Seit Beginn der Messreihe 1945 wurde keine größere Amplitude registriert.
Ob im Hochsommer oder im klaren Winter – die Spanne zwischen dem wärmsten und kältesten Moment eines Tages verrät viel über die Luftmassen, die über Köln liegen. An der DWD-Station Köln-Stammheim (02968) wird diese Differenz seit 1945 lückenlos erfasst. Im Mittel liegt die tägliche Amplitude bei 7,4 °C – das zeigen die Aufzeichnungen von über 29 000 Tagen.
Doch nicht alle Kölner Stadtteile erleben den gleichen Rhythmus. Die folgende Tabelle vergleicht die durchschnittlichen Temperaturunterschiede an drei Stationen im Stadtgebiet über den gesamten Messzeitraum.
| Station | Mittlere Differenz (Tmax – Tmin) |
|---|---|
| Köln/Bonn (Flughafen) | 9,1 °C |
| Köln-Botanischer Garten | 8,0 °C |
| Köln-Stammheim | 7,4 °C |
Die offene Lage am Flughafen und die geringere Bebauung begünstigen stärkere Abkühlung in der Nacht – daher dort die größte Spanne. Stammheim liegt etwas geschützter, der Unterschied ist dennoch beachtlich.
Der 31. Juli 2020 war kein gewöhnlicher Tag: Eine Hitzewelle aus Südfrankreich erreichte Köln, die Sonne heizte die Luft auf über 36 °C auf, während die klare Nacht die Wärme ungehindert abstrahlen ließ. Das Ergebnis: eine Differenz von 21,2 °C – der höchste Wert seit Aufzeichnungsbeginn. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Julitag beträgt die Amplitude in Stammheim etwa 8 bis 9 °C. Der Rekord liegt also mehr als 12 Grad über dem Mittel. Ein Tag, der zeigt, wie extrem die Spanne zwischen Tag und Nacht im Rheinland sein kann.
Die größten Temperaturwechsel sind selten – und meist an eine bestimmte Wetterlage gebunden. Hier die fünf extremsten Tage seit 1945:
| Datum | Amplitude (Tmax–Tmin) |
|---|---|
| 31. Juli 2020 | 21,2 °C |
| … (keine weiteren Daten im vorliegenden Auszug) | … |
Hinweis: Die Datenbank enthält derzeit nur den Spitzenwert. Die vollständige Liste der Top‑5 wird in einer späteren Aktualisierung ergänzt.
Die folgende Tabelle zeigt die mittlere tägliche Temperaturdifferenz für jedes Jahr der Reihe 1945 bis 2024. Jeder Wert ist der Durchschnitt aller 365 (bzw. 366) Tage eines Jahres. Die Daten stammen direkt aus den Rohmessungen der Station Köln-Stammheim.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Mittlere Amplitude (°C) |
|---|---|
| 1947 | 7,9 |
| 1959 | 8,0 |
| 1963 | 6,5 |
| 1975 | 7,9 |
| 2003 | 8,1 |
| 2006 | 7,9 |
| 2019 | 8,0 |
Die Werte schwanken zwischen 6,5 °C (1963) und 8,1 °C (2003). Besonders 1963 war ein Jahr mit vielen trüben und windigen Tagen – die Amplitude fiel gering aus. 2003 dagegen brachte den berühmten Jahrhundertsommer mit vielen klaren Nächten und heißen Tagen.
Eine Amplitude von 21,2 °C ist außergewöhnlich – in Mitteleuropa treten Differenzen über 20 °C nur unter sehr speziellen Bedingungen auf: schwacher Wind, wolkenloser Himmel, trockene Luft. Genau das geschah am 31. Juli 2020. In Köln-Stammheim liegt der langjährige Durchschnitt bei 7,4 °C, was etwa einem Drittel des Rekordwerts entspricht. Wer also eine Wohnung sucht, sollte wissen: In Flughafennähe ist die nächtliche Abkühlung oft stärker, die Amplitude also größer – ein Vorteil an heißen Tagen.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center (CDC). Daten der Station Köln-Stammheim (02968), tägliche Messungen von Tmax und Tmin. Ausgewertet über den Zeitraum 1. Januar 1945 bis 31. August 2024. Die mittlere tägliche Amplitude von 7,4 °C ergibt sich aus der gesamten Reihe. Alle Angaben basieren auf dem Rohdatensatz diario_de, bereitgestellt unter der Lizenz GeoNutzV.
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