Amplitud térmica diaria in Frankfurt/Main – wie groß ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht wirklich?

Actualizado: 2026-07-10

Am 7. Mai 1942 erlebte Frankfurt einen Tag, der aus dem Rahmen fällt: Die Temperatur stieg auf knapp 30 °C, fiel in der Nacht aber auf nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt. Der Unterschied: 23,9 °C – die größte jemals gemessene Spanne zwischen Tageshöchst- und Tagesminimumtemperatur an der Station Frankfurt/Main. Dieser Rekord steht seit nunmehr 84 Jahren ungebrochen. Der geringste Kontrast wurde am Neujahrstag 1968 registriert: nur 0,7 °C trennten den wärmsten vom kältesten Moment des Tages. An solchen Tagen scheint die Sonne kaum – der Himmel blieb damals den ganzen 1. Januar über bedeckt.

Die durchschnittliche tägliche Schwankung

Über den gesamten Messzeitraum von Juli 1935 bis Juli 2026 beträgt die mittlere tägliche Temperaturdifferenz an der DWD-Station Frankfurt/Main 9,0 °C. Das bedeutet: Im langjährigen Schnitt ist es am Nachmittag rund neun Grad wärmer als in der zweiten Nachthälfte. Wer in Frankfurt wohnt, kennt dieses Gefühl – die Mainmetropole liegt im Binnenland Hessens, fernab des ausgleichenden Nordseeeinflusses, sodass die Nächte im Sommer deutlich abkühlen können und die Wärme des Tages schnell verpufft.

Extreme im Detail – die größten und kleinsten Amplituden

Die maximale Tagesschwankung von 23,9 °C am 7. Mai 1942 ist ein Extremwert, der in ganz Hessen nur selten erreicht wird. Zum Vergleich: In den angrenzenden Bundesländern liegen die mittleren Amplituden zwischen 8,1 °C (Sachsen) und 9,0 °C (Bayern) – Frankfurt liegt mit seinem Wert von 9,0 °C genau auf dem Niveau der kontinentalsten Regionen Deutschlands. Die minimale Amplitude von 0,7 °C ist dagegen ein Beleg dafür, wie gleichförmig das Wetter an manchen Tagen sein kann: Meist dann, wenn eine dichte Wolkendecke wie eine Decke wirkt und die Sonneneinstrahlung ebenso wie die nächtliche Ausstrahlung unterdrückt.

Frankfurt im Ländervergleich

Das folgende Ranking zeigt die zehn Bundesländer mit der höchsten durchschnittlichen Temperaturdifferenz – Frankfurt selbst (Hessen) liegt mit 9,0 °C gleichauf mit Bayern an der Spitze. Wer also in Frankfurt lebt, erlebt eines der kontrastreichsten Tagesklimata Deutschlands.

BundeslandMittlere Amplitude (°C)
Hessen (Frankfurt)9,0
Bayern9,0
Baden-Württemberg8,9
Brandenburg8,7
Saarland8,5
Hessen (Landesschnitt)8,4
Sachsen-Anhalt8,4
Rheinland-Pfalz8,3
Thüringen8,3
Sachsen8,1

Datenbasis: DWD – Climate Data Center, Station Frankfurt/Main (Kennung 01420). Auswertung sämtlicher verfügbarer Tagesdaten vom 1. Juli 1935 bis 6. Juli 2026. Die Amplituden werden als Differenz aus Tagesmaximum und -minimum (tmax – tmin) in °C berechnet. Die mittlere Amplitude ist das arithmetische Mittel über alle Tage mit gültigen Werten. Stand der Berechnung: 10. Juli 2026.

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