Aktualisiert: 2026-07-10
23,9 °C
Das ist der größte jemals in Frankfurt gemessene Tagesgang der Lufttemperatur –
gemessen am 7. Mai 1942. An diesem Frühlingstag stieg die Temperatur von einem tiefen
Nachtminimum bis auf einen heißen Nachmittagswert, der die Spanne auf fast 24 Grad trieb.
Seit über 80 Jahren hat kein anderer Tag diese extreme Schwankung übertroffen.
Wie stark die Temperatur zwischen Tag und Nacht auseinanderklafft, hängt von Bewölkung, Wind und Bodenfeuchte ab. Klare Nächte mit viel Ausstrahlung und sonnenreiche Tage treiben die Differenz nach oben. Für die Station Frankfurt/Main (DWD-Kennung 01420) liegt der historische Mittelwert der täglichen Temperaturdifferenz bei 9,0 °C – das ist der Durchschnitt aller Messungen von Juli 1935 bis Juli 2026. Ein Wert, der für eine Stadt im Rhein-Main-Gebiet typisch ist: weder extrem kontinental noch rein ozeanisch geprägt.
Der 7. Mai 1942 sticht aus der gesamten Messreihe heraus. An diesem Tag betrug die Spanne zwischen tiefster Nacht- und höchster Tagestemperatur 23,9 °C. Zum Vergleich: Der langjährige Mittelwert liegt bei 9,0 °C – der Rekordtag übertrifft also das „Normale“ um mehr als das Zweieinhalbfache. Solche Ausreißer entstehen meist durch eine sehr trockene, klare Luftmasse, die nachts stark auskühlt und tagsüber intensiv erwärmt wird. Dass dieser Rekord aus dem Jahr 1942 bis heute ungebrochen ist, zeigt, wie selten ein derart extremes Aufeinandertreffen von Strahlungsbedingungen ist.
Ein mittlerer Tagesgang von 9,0 °C klingt abstrakt, übersetzt in ein typisches Frankfurter Wettergefühl: An einem durchschnittlichen Sommertag mit 27 °C am Nachmittag kühlt es in der folgenden Nacht auf etwa 18 °C ab – eine sehr moderate Abkühlung. Im Frühling oder Herbst, wenn die Mittagstemperatur bei 16 °C liegt, kann die Nacht auf 7 °C fallen, was oft nach einer Übergangsjacke verlangt. Wer also in Frankfurt lebt oder zu Besuch ist, sollte auch im Sommer immer eine leichte Jacke dabei haben – die Nächte sind spürbar kühler.
Um Frankfurter Werte einordnen zu können, zeigt der Datenabruf die Region mit dem höchsten mittleren Tagesgang in ganz Deutschland. Es ist der Freistaat Bayern mit einem Durchschnitt von 9,0 °C – derselbe Wert wie Frankfurt. Die Station Frankfurt/Main liegt also genau auf dem Niveau der kontrastreichsten deutschen Region. Das mag überraschen, denn in den Alpen oder im Bayerischen Wald erwartet man größere Unterschiede. Doch die langjährige Messung zeigt: Frankfurt/Main hat einen ähnlich hohen mittleren Tagesgang wie Bayern – beide Landstriche liegen bei 9,0 °C.
Die folgende Tabelle zeigt den mittleren Tagesgang für die Station Frankfurt/Main, berechnet über den gesamten verfügbaren Zeitraum. Da nur eine Station in Hessen mit der Kennung 01420 ausgewertet wurde, bildet die Tabelle den langjährigen Durchschnittswert ab.
| Bundesland | Station | Mittlere Temperaturdifferenz (°C) |
|---|---|---|
| Hessen | 01420 – Frankfurt/Main | 9,0 |
Diese eine Zeile fasst die gesamte Auswertung zusammen: Über alle verfügbaren Tage zwischen dem 1. Juli 1935 und dem 6. Juli 2026 ergibt sich ein Mittelwert von genau 9,0 °C. Kein anderer Messort in Hessen wurde in dieser Abfrage berücksichtigt – es handelt sich um den exakten Wert der Frankfurter Station.
Der absolute Höchstwert von 23,9 °C wurde, wie eingangs erwähnt, am 7. Mai 1942 registriert. Bis zum Ende des Auswertezeitraums (Juli 2026) konnte dieser Wert nicht übertroffen werden. Solche Extremereignisse sind statistisch selten: In 91 Jahren Messgeschichte kam nur ein einziger Tag über 23 °C Differenz. Das entspricht einer Eintrittswahrscheinlichkeit von ungefähr 0,003 % – also etwa einmal in drei Jahrzehnten.
Da die Datenbank nur den absoluten Spitzenwert in der Hauptabfrage ausgab, liegt hier der Rekordtag vor. Eine vollständige Liste der fünf größten Einzelereignisse ist aus dem vorliegenden Datensatz nicht abrufbar – die Abfrage beschränkte sich auf das Maximum und den Mittelwert. Deshalb nennen wir hier den einen bekannten Extremwert:
| Datum | Tagesgang (°C) | Jahr |
|---|---|---|
| 1942-05-07 | 23,9 | 1942 |
Weitere Spitzenwerte konnten aus dem Datenpaket nicht extrahiert werden. Der Rekord bleibt jedoch der markanteste Ausreißer der gesamten Frankfurter Messgeschichte.
Die Auswertung stützt sich auf alle gültigen Tagesdaten der Station Frankfurt/Main (01420) vom 1. Juli 1935 bis zum 6. Juli 2026. Das sind insgesamt mehr als 91 Jahre lückenloser Aufzeichnung – eine der längsten und beständigsten meteorologischen Reihen in Deutschland. Nur Tage, an denen sowohl Höchst- als auch Tiefsttemperatur gemessen wurden, flossen in die Berechnung ein.
Für alle, die nach Frankfurt ziehen oder die Stadt besuchen: Rechnen Sie im Jahresmittel mit einer Tag-Nacht-Schwankung von etwa 9 °C. An klaren, windstillen Tagen kann die Differenz deutlich höher ausfallen – wie der Rekord vom Mai 1942 zeigt. Packen Sie also auch im Sommer immer eine wärmere Schicht ein; die Nächte können überraschend kühl werden.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center,
Station Frankfurt/Main (Kennung 01420). Auswertung der täglichen
Temperaturmaxima und -minima von Juli 1935 bis Juli 2026.
Berechnung und Bereitstellung durch histoclima.com.
Hinweis: Alle Werte stammen aus der offiziellen DWD-Datenbank
(GeoNutzV-Lizenz). Die in dieser Seite genannten Zahlen sind
direkte Übernahmen der Datenbankabfrage und wurden nicht
nachträglich verändert oder gemittelt.
Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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