Sommertage pro Jahr in München

Aktualisiert: 8. Juli 2026 – Datenreihe der Station München-Stadt (DWD-Kennung 03379)

Rekordsommer – die meisten Tage mit ≥ 25 °C 88

88 Sommertage zählte die Münchner Innenstadt im Jahr 2003. Das bedeutet: von Juni bis September waren fast drei Monate lang die Höchstwerte über der 25-Grad-Marke – eine bis heute unerreichte Zahl. Der extrem heiße Sommer 2003 gilt als Jahrhundertereignis. Der zweitplatzierte Sommer folgt mit 87 Sommertagen (2018) knapp dahinter. Kein anderes Jahr der 72-jährigen Messreihe kam der 88er-Marke nahe.

Als Sommertag bezeichnet die Meteorologie einen Tag, an dem die Höchsttemperatur mindestens 25,0 °C erreicht. Die offizielle DWD-Station München-Stadt (03379) misst diese Werte seit 1954 lückenlos. Die folgende Tabelle zeigt die jährliche Anzahl – vom zweitwärmsten Jahr 2018 (87 Sommertage) bis zum kühlsten Sommer 1984 mit nur 19 Sommertagen.

Jährliche Sommertage 1954 – 2026

195422.0196326.0197229.0198138.0199041.0199950.0200855.0201765.0202635.08819
Jahresreihe · Quelle: DWD

Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.

Jahr Sommertage (Tmax ≥ 25 °C)
198419
200388
201887
201967
202278
202379
202468

Die Tabelle umfasst 73 Jahre – vom Rekordjahr 2003 (88 Tage) bis zum kühlsten Jahr 1984 (19 Tage). Im Schnitt der letzten Jahrzehnte liegt München bei etwa 45 Sommertagen.

Die fünf stärksten Sommer

Ein Blick auf die Spitzenreiter zeigt, wie sehr sich die heißen Jahre konzentrieren:

Mit Ausnahme von 2003 stammen vier der fünf heißesten Jahre aus den letzten zehn Jahren. Die Zunahme ist deutlich sichtbar – seit 2010 liegt kein Jahr mehr unter 45 Sommertagen (außer 2026 mit 35 Tagen, das aber noch nicht abgeschlossen ist).

Monatsmitteltemperaturen 2023 – wo die Sommertage entstehen

Die monatlichen Maximaltemperaturen des Jahres 2023 zeigen, wann die 25-Grad-Marke typischerweise überschritten wird:

Monat Mittlere Höchsttemperatur (°C)
Januar6,0
Februar7,3
März11,7
April12,3
Mai19,1
Juni26,2
Juli26,7
August25,7
September24,7
Oktober18,8
November9,1
Dezember7,7

Im Juni, Juli und August liegt der Mittelwert über 25 °C – das sind die Kernmonate der Sommertage. Der September (24,7 °C) erreicht den Schwellenwert knapp nicht, in einzelnen Jahren werden aber auch dort noch viele Sommertage registriert. Der Mai liegt mit 19,1 °C meist unter der Grenze, bringt aber in heißen Jahren einzelne Sommertage.

Was bedeuten 88 Sommertage? Stellen Sie sich vor, von Anfang Juni bis Ende August wäre jeder einzelne Tag ein Sommertag – das sind 92 Tage. 88 Tage bedeuten, dass fast der gesamte meteorologische Sommer (Juni, Juli, August) aus Sommertagen bestand. Im Rekordjahr 2003 kamen sogar noch einige Tage im September dazu. Eine solche Konzentration war bis dahin und bis heute einmalig.

Das kühlste Jahr – und was wir daraus lernen

Der kälteste Sommer der Münchner Reihe war 1984 mit nur 19 Sommertagen. Das ist weniger als ein Drittel des Rekordwerts. Auch 1977 (24), 1978 (23) und 1960 (23) waren sehr sommerarm. Seit der Jahrtausendwende gab es nie weniger als 44 Sommertage (2005) – die untere Grenze hat sich deutlich angehoben.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, offizielle Station München-Stadt (Kennung 03379). Datenreihe 1954–2026, tägliche Messungen der Höchsttemperatur. Lizenz: GeoNutzV. Die Berechnung der Sommertage (Tmax ≥ 25 °C) erfolgt nach dem standardisierten Kenntag-Konzept des DWD.
Stand: 8. Juli 2026. Bei Fragen oder für detaillierte Auswertungen kontaktieren Sie uns über histoclima.de.

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