Aktualisiert: 2026-08-17
Wer in München lebt, kennt die lauen Abende, wenn die Luft auch nach Sonnenuntergang noch warm bleibt. Doch wie oft überschreitet die Quecksilbersäule tatsächlich die 25-Grad-Marke? Die Antwort aus den offiziellen Messreihen ist eindeutig: 89 Sommertage – das war im Jahr 2003, dem Rekordjahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Damals erlebte die Isarmetropole einen Jahrhundertsommer, der bis heute unerreicht ist. Auch das Jahr 2018 kam mit 87 Sommertagen nahe an diesen Rekord heran.
Die Antwort vorweg: Im langjährigen Mittel sind es an der Station München-Stadt deutlich weniger – doch die Spannweite ist enorm. Das kühlste Jahr seit Beginn der Reihe, 1913, brachte gerade einmal 10 Sommertage. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2003 waren es 89 – das ist fast das Neunfache. Die Messdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) reichen hier weit zurück: Die ältesten Einträge in der Auswertung stammen aus dem Jahr 1879 mit 27 Sommertagen, die jüngsten aus dem laufenden Jahr 2026.
Für alle, die konkrete Zahlen für ein bestimmtes Jahr suchen: Die folgende Tabelle zeigt die komplette Jahresreihe von 1879 bis 2026. Deutlich wird, dass die Sommer in den letzten zwei Jahrzehnten häufiger heiß waren als noch in den 1960er- oder 1970er-Jahren. Die Häufung von Jahren mit mehr als 60 Sommertagen ist unübersehbar – ein sichtbares Zeichen der Klimaveränderung auch in der bayerischen Landeshauptstadt.
Jede Zeile nennt die Anzahl der Sommertage (Tage mit Höchsttemperatur ≥ 25 °C) für München-Stadt. Die Daten stammen aus den täglichen Messungen des DWD und werden hier als offizielle Klimareferenz bereitgestellt.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Sommertage |
|---|---|
| 1913 | 10 |
| 2003 | 89 |
| 2018 | 87 |
| 2022 | 78 |
| 2023 | 85 |
| 2024 | 72 |
| 2026 | 69 |
Ein Blick auf die monatlichen Höchsttemperaturen der Station München-Stadt zeigt, wann die 25-Grad-Schwelle überhaupt geknackt werden kann. Die folgende Tabelle listet für jeden Monat den absoluten Höchstwert der Tagesmaxima auf – gemessen über die gesamte Periode seit 1954.
| Monat | Höchste gemessene Temperatur (°C) |
|---|---|
| Januar | 18,9 |
| Februar | 21,4 |
| März | 24,0 |
| April | 32,2 |
| Mai | 31,9 |
| Juni | 37,6 |
| Juli | 37,5 |
| August | 37,0 |
| September | 31,8 |
| Oktober | 28,2 |
| November | 24,2 |
| Dezember | 21,7 |
Die höchste gemessene Temperatur liegt mit 37,6 °C im Juni – ein Wert, der die Bedeutung des Frühsommers für die Sommertage in München unterstreicht. Aber auch der April zeigt mit 32,2 °C, dass hitzige Tage bereits im Frühjahr möglich sind. Der November erreicht mit 24,2 °C fast die Sommertags-Schwelle – ein seltenes, aber dokumentiertes Ereignis.
Für alle, die langfristige Planungen machen: Die Jahre mit sehr vielen Sommertagen häufen sich eindeutig nach 1990. Besonders auffällig sind die Extreme 2003 (89), 2018 (87) und 2023 (85). Diese Werte liegen weit über dem was ältere Jahrgänge wie 1913 (10) oder 1896 (13) verzeichneten. Die Daten sprechen hier eine klare Sprache – und wer die Entwicklung der Sommertage verfolgt, sieht den Wandel im eigenen Alltag.
Ob Biergarten, Freibad oder einfach nur ein langer Abend auf dem Balkon: Die Zahl der Sommertage in München schwankt von Jahr zu Jahr massiv. Die offizielle Messreihe des DWD liefert dafür präzise Zahlen – vom kühlen 1913 mit nur 10 Tagen bis zum Rekordsommer 2003 mit 89 Tagen. Wer konkrete Daten für ein bestimmtes Jahr sucht, findet sie in der Jahresübersicht. Die Tendenz der letzten Dekaden ist eindeutig: Die Sommer werden heißer und die Sommertage zahlreicher.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Station München-Stadt, Zeitreihe 1954–2026 (mit historischen Daten ab 1879).
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