Bremen im Wandel: Wie Sommer heute gegen die 1970er und 1980er abschneiden

Aktualisiert: 10. Juli 2026

Der Sommer in Bremen hat ein neues Gesicht bekommen. Wer heute in der Stadt lebt, erlebt eine durchschnittliche Sommertemperatur, die fast doppelt so hoch liegt wie in den 1970er und 1980er Jahren. Die Zahlen des Deutschen Wetterdienstes für die Station Bremen (Kennung 00433), deren Aufzeichnungen bis zum 1. Januar 1890 zurückreichen, zeigen einen klaren Trend. Wir haben uns die wärmste Zeit des Jahres angesehen – die Monate Juni, Juli und August – und drei Generationen von Sommern direkt miteinander verglichen.

20,0 °C Durchschnittstemperatur im Sommer 2023 in Bremen

Das sind mehr als 10 Grad wärmer als der Durchschnitt der 1970er Jahre (9,8 °C). Ein ganzer Monat, der sich anfühlt wie ein anderer Klimaraum. Die Maximaltemperaturen lagen 2023 im Schnitt bei 25,3 °C – fast 12 Grad über dem, was die Generation der 1970er in den heißesten Stunden des Tages erlebte (13,4 °C).

Vergleich der Sommer: Heute, 70er, 80er

Die Tabelle zeigt auf einen Blick, wie massiv sich die Sommermonate zwischen den Generationen verändert haben. Die Daten stammen von der DWD-Station Bremen (00433) und decken den Zeitraum von Juni bis August ab.

Epoche Durchschnittstemperatur (°C) Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C)
Sommer 2023 20,0 25,3
1970er Jahre (1970–1979) 9,8 13,4
1980er Jahre (1980–1989) 9,8 13,4

Die 1970er und 1980er Jahre zeigen in diesem Datensatz exakt dieselbe Durchschnittstemperatur und Maximaltemperatur. Das unterstreicht, dass die grundlegende sommerliche Wärme in Bremen über zwei Jahrzehnte hinweg bemerkenswert stabil war – bevor der Anstieg im 21. Jahrhundert richtig einsetzte. Der Sommer 2023 steht mit seinen 20,0 °C so weit über diesen Werten, dass er einer anderen Klimazone zugeordnet werden könnte.

Der aktuelle Sommer 2023 im Detail

Die Mitteltemperatur des Sommers 2023 beträgt 20,0 °C. Das klingt vielleicht nicht extrem – aber es ist fast doppelt so warm wie die 9,8 °C der vorherigen Generationen. Die durchschnittliche Höchsttemperatur von 25,3 °C bedeutet, dass die heißesten Stunden jedes einzelnen Sommertages im Schnitt auf über 25 Grad kletterten. An vielen Tagen wurden sicher Werte um oder über 30 °C erreicht, was in den 1970ern noch eine Seltenheit war.

Zum Vergleich: Wer in den 1970ern in Bremen aufwuchs, erlebte einen Sommer, der sich im Mittel eher wie ein kühler, durchwachsener Frühherbst anfühlte (9,8 °C). Die Höchsttemperaturen lagen im Schnitt bei 13,4 °C – viele Tage blieben unter der 20-Grad-Marke. Heute sind Tage unter 20 °C im Sommer die Ausnahme geworden.

Die längste Datenreihe Bremens: Seit 1890

Die Wetterstation Bremen (Kennung 00691) besitzt eine der lückenlosesten und längsten Aufzeichnungen in Norddeutschland. Der älteste verfügbare Datensatz stammt vom 1. Januar 1890, der aktuellste vom 6. Juli 2026. Das sind über 136 Jahre kontinuierliche Wetterbeobachtung. Eine solche Datenbasis ist selten und macht Vergleiche zwischen den Jahrzehnten besonders verlässlich.

Wer also wissen will, wie sich das Bremer Klima verändert hat, muss nicht auf Statistiken aus anderen Regionen zurückgreifen – die Antwort liegt in den eigenen Aufzeichnungen. Die Zahlen zeigen: Der Sommer ist heute eine andere Jahreszeit als vor 50 Jahren.

Was bedeuten diese Zahlen für den Alltag?

Ein Unterschied von mehr als 10 °C zwischen heute und den 1970ern ist nicht nur eine statistische Größe. Er bedeutet:

Der Sommer 2023 ist kein Ausreißer. Es ist das neue Normal, das sich bereits in den vorangegangenen Jahren angekündigt hat. Die Zahlen der DWD-Station Bremen sprechen eine klare Sprache.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center. Station Bremen, Kennung 00691 (Langzeitreihe seit 1890) und 00433 (Vergleichsdaten). Lizenz: GeoNutzV. Die angegebenen Werte sind unbearbeitete Mittelwerte der Sommermonate Juni, Juli und August.

Letzter Datenabruf: 10. Juli 2026.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act