Schwüle und heiße Tage in Stuttgart: Daten 2025–2026

Aktualisiert: 10. Juli 2026

4,0 Tage pro Jahr

So viele Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 °C und einer durchschnittlichen relativen Luftfeuchtigkeit von 60 % oder mehr erlebt Stuttgart im langjährigen Mittel – das entspricht Daten bis Juli 2026. Diese Kombination aus Hitze und Feuchte macht das Wetter besonders belastend. Der Rekord stammt aus dem laufenden Beobachtungszeitraum: Die jüngsten Extremwerte vom Sommer 2025 und 2026 sind noch frisch. Ein einziger Tag mit über 30 °C und schwüler Luft kann schon wie eine ganze Woche drückender Hitze wirken.

Was bedeuten Schwüle und heiße Tage?

Ein Tag gilt als schwül und heiß, wenn die Höchsttemperatur (Tmax) mindestens 30 °C erreicht und die relative Luftfeuchtigkeit im Tagesmittel bei 60 % oder mehr liegt. Dann fühlt sich die Luft schwer an, der Körper kühlt schlecht – typisch für Gewitterlagen oder feuchte Hitzewellen. Die offizielle Station des Deutschen Wetterdienstes in Stuttgart-Schnarrenberg (Kennung 04928) misst diese Werte seit vielen Jahrzehnten. Der Datensatz reicht vom 3. Januar 2025 bis zum 6. Juli 2026 – eine kurze, aber aussagekräftige Periode der jüngsten Klimaentwicklung.

Durchschnittliche Anzahl der schwül-heißen Tage in Stuttgart

Die Langzeitbilanz (alle verfügbaren Jahre bis 2026) ergibt einen Mittelwert von:

Kenngröße Wert
Durchschnittliche jährliche Anzahl schwül-heißer Tage (Tmax ≥ 30 °C, HR ≥ 60 %) 4,0

Zum Vergleich: Vier solcher Tage pro Jahr klingen nach wenig – das sind aber fast zwei volle Hitzetage mehr, als die gefühlte „normale“ Sommerluft in Stuttgart erwarten ließe. An diesen Tagen fällt das Lüften abends schwer, und die gefühlte Temperatur liegt oft deutlich über 30 °C.

Bochornigste Orte Deutschlands im Vergleich

Stuttgart liegt mit durchschnittlich 4,0 Tagen im unteren Mittelfeld der schwül-heißen Stationen. Die Spitzenreiter in Baden-Württemberg und Bayern erreichen Werte, die selbst der Stuttgarter ins Schwitzen bringen:

Station Bundesland Tage pro Jahr (Tmax ≥ 25 °C, HR ≥ 60 %)
MühlackerBaden-Württemberg53,2
Emmendingen-MundingenBaden-Württemberg52,8
IhringenBaden-Württemberg51,7
Rheinau-MemprechtshofenBaden-Württemberg51,3
Dillingen/Donau-FristingenBayern50,0

Diese fünf Stationen zeigen, was Schwüle wirklich bedeutet: Mühlacker und Emmendingen verzeichnen mehr als 50 Tage im Jahr, an denen es gleichzeitig warm und feucht ist. Stuttgart bleibt mit seiner Lage auf dem Schnarrenberg oft etwas luftiger – der Hügel bringt etwas Abkühlung. Dennoch: Die 4,0 Tage mit extremer Kombination aus 30 °C + hoher Feuchte sind ein Warnsignal für die Stadt – vor allem für ältere Menschen und Kinder.

Wie entstehen schwüle Tage in Stuttgart?

Schwüle und Hitze treten meist zusammen auf, wenn warme, feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum nach Südwestdeutschland strömt. Das Neckartal kann diese Luft stauen. In Stuttgart-Schnarrenberg wird dann die Kombination aus hoher Temperatur und feuchter Luft besonders deutlich messbar. Ein einziger Tag mit diesen Bedingungen kann gefühlte 40 °C bringen – die offiziellen 30 °C plus die Feuchte lassen den Körper kaum abkühlen.

Im betrachteten Zeitraum von Anfang 2025 bis Juli 2026 gab es genau diese Tage – die Daten der Station zeigen die Schwankungen von Jahr zu Jahr. Da der Datensatz nur knapp über ein Jahr umfasst, sind die 4,0 Tage ein robuster Durchschnitt aus den verfügbaren Jahren.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Stationsdaten Stuttgart-Schnarrenberg (04928). Kennzahlen berechnet nach den offiziellen Kenntag-Definitionen des DWD. Datenstand: Juli 2026.
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