Schwüle Tage in Köln: Ein sehr seltenes Phänomen

Aktualisiert: 2026-07-14

Wenn die Luft feucht und warm zugleich ist, spricht man von Schwüle – vielen macht sie zu schaffen. In Köln kommt dieses Gefühl jedoch so gut wie nie vor, zumindest nach der offiziellen Definition. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) wertet an seiner Kölner Station „Koeln-Stammheim“ aus, wie oft die mittlere Tagestemperatur mindestens 20 °C und die mittlere relative Luftfeuchte mindestens 60 % beträgt. Das Ergebnis für Köln: ein einziger Wert, der alles sagt.

37,5
Tage pro Jahr – das ist der nationale Spitzenwert, gemessen in Ihringen (Baden-Württemberg). In Köln dagegen liegt der Durchschnitt bei null.

Während das badische Ihringen im Schnitt auf 37,5 schwüle Tage pro Jahr kommt – das entspricht fast fünf Sommerwochen drückender Luft –, zeigt die Kölner Messreihe (DWD-Station Koeln-Stammheim) im selben Zeitraum keinen einzigen durchschnittlichen Tag mit diesen Bedingungen. Anders gesagt: Wer in Köln lebt, erlebt schwüle Tage nach strenger Definition so selten, dass sie statistisch nicht ins Gewicht fallen.

Wo in Deutschland die Luft am drückendsten ist

Die Tabelle zeigt die zehn Stationen mit den meisten schwülen Tagen pro Jahr – also Tagen, an denen die Höchsttemperatur über 30 °C liegt und die Luftfeuchte im Mittel über 60 % bleibt. Der Spitzenreiter liegt im Südwesten, aber auch Bayern und Hessen sind vertreten.

Station Bundesland Schwüle Tage pro Jahr (Ø)
Wutöschingen-OfteringenBaden-Württemberg21,0
WolfachBaden-Württemberg16,5
IhringenBaden-Württemberg14,7
PidingBayern14,0
MühlackerBaden-Württemberg13,8
Wielenbach (Demollstr.)Bayern13,5
Sigmaringen-LaizBaden-Württemberg13,0
TönisvorstNordrhein-Westfalen13,0
NotzingenBaden-Württemberg13,0
Runkel-EnnerichHessen13,0

Köln taucht in dieser Liste gar nicht erst auf. Selbst Tönisvorst, ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, kommt auf 13,0 solcher Tage – mehr als das Zehnfache dessen, was für Köln gemessen wurde. Die Kölner Station liegt nicht einmal annähernd im Bereich der Spitzenreiter.

Die Definition macht den Unterschied

Warum unterscheiden sich die Zahlen so stark? Der Grund liegt in der unterschiedlichen Berechnung. Für die Tabelle oben wurden Tage gezählt, an denen die Höchsttemperatur über 30 °C liegt und die Luftfeuchte hoch ist. Das ist die klassische „Schwüle“ im Hochsommer, die vor allem in Tälern und im Süden auftritt.

Im Destacado oben wurde dagegen die mittlere Tagestemperatur (Tagesmittel) von mindestens 20 °C kombiniert mit einer hohen Luftfeuchte verwendet. Das ist eine mildere, aber häufigere Form von Schwüle – und selbst hier liegt Köln bei null. Die DWD-Station Koeln-Stammheim hat in ihrer gesamten Messreihe keinen einzigen durchschnittlichen Tag mit diesen Bedingungen erreicht. Das zeigt, wie selten eine richtig „schwüle“ Großwetterlage im Rheinland ist.

Der zeitliche Rahmen der Messungen

Die Auswertung stützt sich auf Messdaten der Station Koeln-Stammheim (DWD-Kennung nicht separat übermittelt, aber verknüpft mit dem Stationsnamen) sowie auf das gesamte deutsche Stationsnetz. Der älteste verwendete Datensatz in der Datenbank stammt vom 1. Januar 1891, der aktuellste vom 31. März 2011. Das bedeutet: Die Werte für Ihringen (37,5 Tage) und für Köln (null Tage) decken diesen Zeitraum von über 120 Jahren ab. Seit 2011 liegen keine fortgeführten Daten in derselben Qualität vor.

Fazit: Köln und die Schwüle – ein kühles Kapitel

Für alle, die unter schwüler Luft leiden, ist Köln ein Glücksfall. Die Stadt ist so gut wie nie von der Kombination aus Wärme und hoher Feuchte betroffen, die anderswo in Deutschland bis zu 37,5 Tage pro Jahr ausmacht. Wer hingegen die drückende Hitze sucht, muss in den Südwesten reisen – nach Ihringen, Wutöschingen oder Wolfach. Die Daten des DWD, erhoben an der Station Koeln-Stammheim, zeigen: Schwüle Tage sind in Köln eine absolute Ausnahme, statistisch sogar gleich null.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Ausgewertet wurden die Daten der Stationen des DWD-Stationsnetzes, darunter die Station Koeln-Stammheim (Nordrhein-Westfalen). Die Berechnung der schwülen Tage folgt den offiziellen Kenntage-Definitionen. Der vollständige Datensatz umfasst die Jahre 1891 bis 2011. Lizenz: GeoNutzV.

Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act

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