Schwüle Tage in Frankfurt: Wenn Hitze und Feuchte zusammenkommen

Actualizado: 2026-07-10

Im Durchschnitt erlebt Frankfurt pro Jahr 3,9 Tage, an denen es gleichzeitig heiß und drückend ist.

Das bedeutet: Temperaturen von 30 °C oder mehr, kombiniert mit einer relativen Luftfeuchte von mindestens 60 Prozent. Kein Wüstenklima, sondern dieser spezielle Mix, der den Sommer oft schwer erträglich macht – schwül, schwer, fast klebrig.

Die offizielle DWD-Station Frankfurt/Main misst seit nunmehr 91 Jahren – der Datensatz reicht vom 1. Juli 1935 bis zum 6. Juli 2026. Eine beeindruckende Zeitreihe, die es erlaubt, das Phänomen „schwüle Hitze“ für die Mainmetropole genau zu beziffern. Wir sprechen hier nicht von gefühlten Temperaturen, sondern von harten Messwerten: Tmax ≥ 30 °C und HRmittel ≥ 60 % am selben Tag.

Durchschnittliche Anzahl schwüler Tage pro Jahr

Über den gesamten Zeitraum hinweg liegt der Mittelwert bei exakt 3,9 Tagen pro Jahr. Das klingt zunächst nicht nach viel – aber jeder dieser Tage ist ein kleiner Klimastresstest für den Körper. Stellt euch vor: Fast vier Tage im Jahr, an denen die Luft wie ein feuchter Mantel auf der Haut liegt.

Wie Frankfurt im deutschlandweiten Vergleich dasteht

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob Frankfurt ein besonders schwüler Ort ist, hilft ein Blick auf die Stationen mit den höchsten Werten in Deutschland. Die folgende Tabelle zeigt die zehn Stationen mit den meisten schwülen Tagen pro Jahr – und zum Vergleich die Mittelwerte der Bundesländer.

Rang Station / Bundesland Bundesland Schwüle Tage pro Jahr
1Wutöschingen-OfteringenBaden-Württemberg21,0
2WolfachBaden-Württemberg16,5
3IhringenBaden-Württemberg14,7
4PidingBayern14,0
5MühlackerBaden-Württemberg13,8
6Wielenbach (Demollstr.)Bayern13,5
7Sigmaringen-LaizBaden-Württemberg13,0
8NotzingenBaden-Württemberg13,0
9Runkel-EnnerichHessen13,0
10TönisvorstNordrhein-Westfalen12,5

Zum Vergleich – die Bundesländer mit den meisten schwülen Tagen im Schnitt:

Frankfurt liegt mit seinem hessischen Durchschnitt von 3,6 Tagen also leicht unter dem Bundesland-Mittel – aber spürbar über den Werten der nördlichen und östlichen Länder. Die Spitzenreiter im Süden erreichen dagegen ein ganz anderes Niveau: In Wutöschingen-Ofteringen (21,0 Tage) ist fast jeder dritte Sommertag schwül.

Was bedeuten 3,9 Tage pro Jahr für Frankfurt?

Rein statistisch gesehen hat Frankfurt im Schnitt knapp vier heiße, drückende Tage pro Jahr. Das entspricht fast einer vollen Arbeitswoche, in der man die Hauptverkehrszeit am liebsten im Schatten verbringen würde. In besonders warmen Jahren können es auch acht oder zehn Tage sein – dann redet man von zwei durchlittenen Sommerwochen.

Es sind nicht die Extreme, die Frankfurt zur schwülsten Stadt Deutschlands machen, aber die Kombination aus Stadtklima (Wärmespeicherung durch Beton und Asphalt) und der Lage im Rhein-Main-Tiefland sorgt dafür, dass diese Tage oft besonders intensiv wirken.

Warum die DWD-Daten die verlässlichste Quelle sind

Alle hier genannten Zahlen stammen aus dem Klimaarchiv des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Station Frankfurt/Main (Kennung 01420). Die Auswertung umfasst den kompletten, lückenlos verfügbaren Zeitraum von 1935 bis Juli 2026. Definition: Ein Tag gilt als „heiß und drückend“ (schwül), wenn die Tageshöchsttemperatur mindestens 30 °C erreicht und die mittlere relative Luftfeuchte an demselben Tag bei mindestens 60 % liegt. Diese offizielle Kenntag-Klassifikation wird konsequent auf die gesamte Reihe angewandt.

Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), Station Frankfurt/Main (Indikativ 01420).
Datenstand: Juli 2026. Auswertung und Darstellung: histoclima.com.
Lizenz: GeoNutzV. Die Daten wurden direkt aus dem DWD-Klimaarchiv übernommen und für den Zeitraum 1935–2026 ausgewertet.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act