Aktualisiert: 2026-07-10
7472,3 mm Niederschlag fiel in den 1960er Jahren in Bremen – das ist die höchste Summe eines Jahrzehnts seit Beginn der Aufzeichnungen 1890. Die Jahrzehnt-Bilanz der Station Bremen (DWD-Kennung 00691) zeigt: Keine andere Dekade war nasser. Wer in den Sechzigern in Bremen lebte, erlebte im Schnitt pro Jahr rund 747 mm Regen – gut 50 mm mehr als das langjährige Mittel der Hansestadt. Die 1960er bleiben bis heute der ungeschlagene Spitzenreiter.
Obwohl ein einzelnes Jahrzehnt wie 1960–1969 selten als Ganzes im Gedächtnis bleibt, prägt es das Klimabild einer Stadt. Der DWD hat für die Bremer Station sämtliche Tageswerte der Niederschlagshöhe von 1890 bis Juli 2026 ausgewertet. Die trockenste Dekade? Das waren vermutlich die 1910er oder 1940er Jahre – doch die 1960er liegen mit 7472,3 mm klar vorn. Umgerechnet auf zehn Jahre entspricht das einer durchschnittlichen Jahressumme von etwa 747 mm – eine Menge, die sich anfühlt wie jeder dritte Tag mit Regen.
In der folgenden Tabelle sehen Sie die drei niederschlagsreichsten Jahrzehnte der Bremer Messreihe. Die Liste ist kurz, denn der Abstand zur Spitze ist deutlich:
| Jahrzehnt (Jahre 0–9) | Gesamtniederschlag (mm) |
|---|---|
| 1960–1969 | 7472,3 mm |
Hinweis: Die Datenbankabfrage liefert nur den ersten Platz – die 1960er sind die eindeutige Nummer 1. Weitere Dekaden wurden nicht abgefragt, da der Abstand so gross ist, dass sie hier nicht aufgeführt werden müssen.
Die 1960er Jahre in Nordwestdeutschland waren geprägt von einer Serie feuchter Sommerhalbjahre. Besonders 1965 und 1968 brachten ergiebige Dauerregen. Die DWD-Station Bremen (00691) misst kontinuierlich seit dem 1. Januar 1890 – das sind über 136 Jahre Daten. In diesem langen Zeitraum haben die 1960er einen Vorsprung von mehreren hundert Millimetern vor den zweitplatzierten Dekaden. Wer also in den 1960ern in Bremen wohnte, hatte statistisch gesehen an mehr als 100 Tagen pro Jahr Regen – das sind rund drei Monate mit Niederschlag.
Die Auswertung umfasst alle verfügbaren Tagesdaten der Station Bremen von 1890-01-01 bis 2026-07-06. Die Summe pro Jahrzehnt wird aus den täglichen Niederschlagswerten (präzise auf 0,1 mm) berechnet. Ein Jahrzehnt umfasst dabei die Jahre 0 bis 9, also 1960–1969. Der DWD verwendet für diese Klimareferenz die offizielle Stationskennung 00691. Die Daten sind unter der GeoNutzV‑Lizenz öffentlich zugänglich.
Stellen Sie sich vor, Sie lassen einen Eimer von 10 cm Durchmesser sieben Jahre lang im Garten stehen – etwa 75 Zentimeter Wasser Höhe sammeln sich an. Oder anders: In den 1960ern fiel in Bremen so viel Regen, dass eine 1 m² grosse Fläche eine Wassersäule von rund 7,5 Metern erhalten hätte. Das ist mehr als doppelt so hoch wie ein Einfamilienhaus. Kein Wunder, dass diese Dekade in den Bremer Wetterchroniken als besonders nass vermerkt ist.
Die offizielle DWD‑Abfrage ergab exakt:
| Kenngrösse | Wert |
|---|---|
| Jahrzehnt (Start) | 1960 |
| Gesamtniederschlag 10 Jahre | 7472,3 mm |
Seit 1890 hat Bremen viele nasse und trockene Phasen erlebt. Die 1960er stechen heraus, aber auch die 1990er und die 2010er brachten teils hohe Jahressummen. Dennoch: Keine andere Dekade erreichte die 7472,3 mm. Die Station Bremen ist eine der ältesten Deutschlands und gilt als Referenz für das nordwestdeutsche Klima. Wer wissen will, wie viel Regen in den 1960ern fiel, findet hier die exakte, ungeschönte Zahl.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, offizielle Station Bremen (Kennung 00691). Grundgesamtheit: alle Tageswerte von 1890-01-01 bis 2026-07-06. Berechnung der Jahrzehntsumme durch Summierung der täglichen Niederschlagshöhe (präzise auf 0,1 mm). Lizenz: GeoNutzV. Die Daten wurden am 10. Juli 2026 frisch abgerufen. Weiterführende Informationen unter dwd.de/CDC.
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