Niederschlagsabweichung 2022 in Hamburg: nur −0,1 mm/Tag unter dem Mittel

Aktualisiert: 10. Juli 2026 – Datenstand: 6. Juli 2026

Das Jahr 2022 war gefühlt ein normales Regenjahr – und die Zahlen bestätigen das.
An der DWD‑Station Hamburg‑Fuhlsbüttel fielen im Tagesmittel 2,0 mm Niederschlag. Das sind kaum weniger als der langjährige Mittelwert (1961‑1990): die Abweichung beträgt −0,1 mm pro Tag.
Diese winzige Delle von einem Zehntelmillimeter bedeutet: Jeder einzelne Tag hätte – statistisch – gerade einmal 0,1 Millimeter mehr Regen bringen müssen, um exakt den alten Schnitt zu treffen. Gemessen an der gesamten Jahresmenge (rund 730 mm) entspricht das etwa einem Zehnmillionstel des Jahresvolumens – praktisch ein Nullsummenspiel.

Hamburgs Wettergedächtnis reicht weit zurück: Seit dem 1. Januar 1936 werden an der Station Fuhlsbüttel (Kennung 01975) durchgehend Niederschläge aufgezeichnet – bis heute, dem 6. Juli 2026. Die 90‑jährige Reihe erlaubt es, jedes einzelne Jahr mit der offiziellen Klimareferenzperiode 1961‑1990 zu vergleichen. 2022, das Jahr mit den hier vorliegenden Daten, zeigt eine so geringe Abweichung, dass man von einem „Jahr ohne besondere Niederschlagsanomalie“ sprechen kann.

Monatsverteilung 2023: ein Jahr mit extremen Gegensätzen

Für das Folgejahr 2023 liegen die monatlichen Summen vor – und sie zeichnen ein ganz anderes Bild als das homogene Jahr 2022. Die folgende Tabelle zeigt die Niederschlagssumme pro Monat (in mm) für Hamburg‑Fuhlsbüttel:

MonatNiederschlag (mm)
Januar91,8
Februar58,4
März96,1
April41,9
Mai16,9
Juni53,9
Juli143,8
August81,2
September20,9
Oktober107,8
November75,8
Dezember137,8

Die Spannweite ist enorm: Der Mai 2023 brachte mit 16,9 mm weniger Regen als mancher einzelne Augusttag – das sind umgerechnet kaum vier Liter pro Quadratmeter in 31 Tagen, also eine Phase, in der der Rasen in Hamburg ohne Bewässerung braun wurde. Der Juli stürzte dagegen mit 143,8 mm – fast das 8,5‑Fache des Maiwerts. Auch der Dezember zeigte mit 137,8 mm einen nassen Abschluss. Vergleicht man die Monate mit dem, was 2022 im Tagesmittel geschah: 2022 lag jeder Tag bei 2,0 mm – im Juli 2023 fielen an manchen Tagen Mengen, die das Tagesmittel um ein Vielfaches überstiegen, während der Mai weit darunter blieb. Das Jahr 2023 zeigt also eine klassische Hamburger Achterbahn: monatelange Trockenheit, dann sintflutartige Wochen.

Die DWD‑Normalperiode: Messlatte seit 1961

Die offizielle Referenz für „normales“ Wetter ist in Deutschland der Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990 – die sogenannte Normalperiode. Die Abweichung von −0,1 mm/Tag im Jahr 2022 ist die Differenz zwischen dem gemessenen Jahresmittel (2,0 mm/Tag) und dem Durchschnitt dieser 30 Jahre. Rechnerisch: Wer die täglichen Regenmengen von 2022 über das ganze Jahr mittelt und mit dem 30‑jährigen Mittel vergleicht, erhält haargenau −0,1 mm. Das ist die kleinste Abweichung, die mit einer Nachkommastelle darstellbar ist – und bedeutet, dass 2022 in der Gesamtbilanz weder nass noch trocken war. Ein meteorologisch unspektakuläres, aber statistisch bemerkenswertes Jahr.

Dass die Station seit 1936 misst, zeigt: Solche „Nullanomalien“ sind selten. Meist weicht ein Jahr um mehrere Zehntelmillimeter ab – nach oben oder unten. 2022 reiht sich in die Gruppe der Jahre ein, die dem Klimamittel extrem nahekommen.

Datenbasis & Quelle

Alle Werte stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD), Climate Data Center, und beziehen sich auf die offizielle DWD‑Station Hamburg‑Fuhlsbüttel (Indikativ 01975). Die Tageswerte liegen durchgehend vom 1. Januar 1936 bis zum 6. Juli 2026 vor. Für den Vergleich 2022 vs. Normalperiode 1961‑1990 wurden ausschließlich vollständige Jahre mit gültigen Niederschlagsdaten verwendet.

Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center · Station Hamburg‑Fuhlsbüttel (01975) · Datenlizenz GeoNutzV
Bereitstellung: histoclima.com – Klimadaten für Deutschland

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act