Aktualisiert: 10. Juli 2026 – Datenstand: 31. August 2024
4 Nächte hintereinander über 20 °C – das ist der Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen an der DWD-Station Köln-Stammheim.
Zwischen dem 9. und 12. Juli 2010 fiel die Temperatur in keiner der vier Nächte unter 20 Grad. Eine Seltenheit, die sich im Zeitraum 1945 bis 2024 nur dreimal wiederholte – und bis heute nicht übertroffen wurde.
In Köln spricht man von einer tropischen Nacht, wenn das Thermometer um Mitternacht und in den folgenden Stunden nicht unter 20 °C fällt. Für Klimafreunde und alle, die in den Sommermonaten schlaflos schwitzen, sind die Daten der offiziellen Wetterstation Köln-Stammheim (DWD-Kennung 02968) die verlässlichste Quelle. Die Messreihe reicht vom 1. Januar 1945 bis zum 31. August 2024 – ganze 79 Jahre.
Der absolute Spitzenwert liegt bei vier aufeinanderfolgenden tropischen Nächten. Das entspricht fast einer ganzen Arbeitswoche ohne nächtliche Abkühlung. Gleich drei Episoden teilen sich diesen ersten Platz:
Bemerkenswert: Das Jahr 2006 brachte gleich zwei Rekordserien im Abstand von nur zwei Tagen hervor – ein bis heute einmaliges Muster in der Kölner Klimageschichte. Die Serie von 1957 ist die älteste dokumentierte Vierserie. Seit 2010 konnte keine längere Serie mehr gemessen werden, obwohl die Sommer 2018, 2019 und 2022 vielerorts Rekorde brachen.
| Beginn | Ende | Tropische Nächte |
|---|---|---|
| 9. Juli 2010 | 12. Juli 2010 | 4 |
| 25. Juli 2006 | 28. Juli 2006 | 4 |
| 20. Juli 2006 | 23. Juli 2006 | 4 |
| 4. Juli 1957 | 7. Juli 1957 | 4 |
| 24. Juli 2019 | 26. Juli 2019 | 3 |
Die Tabelle zeigt die fünf längsten Serien seit 1945. Drei Nächte sind bereits eine kräftige Belastung für den menschlichen Körper – vor allem, wenn die Luft in der Stadt nicht abkühlt. Die Daten stammen direkt aus dem täglichen Klimadatensatz des Deutschen Wetterdienstes.
Eine einzelne tropische Nacht ist inzwischen nichts Außergewöhnliches mehr, vor allem in den Monaten Juli und August. Eine Serie von drei oder vier Nächten hintereinander ist aber selbst für die Domstadt ein Ereignis. In den 1950er Jahren gab es nur eine einzige Vierserie (1957), danach dauerte es fast ein halbes Jahrhundert bis zur nächsten. Seit 2006 treten sie in kürzeren Abständen auf – ein Zeichen, dass sich das Stadtklima verändert.
Die Länge der Serie sagt viel über die Wärmespeicherung der Stadt aus. Nach zwei heißen Tagen und Nächten heizen sich Gebäude, Straßen und Plätze so stark auf, dass die Abkühlung in der Folgenacht geringer ausfällt. Je länger die Serie, desto mehr leidet die Schlafqualität – besonders in dicht bebauten Vierteln ohne Grünflächen.
Alle Werte stammen aus dem offiziellen Klimadatensatz des Deutschen Wetterdienstes (DWD, Climate Data Center). Verwendet wurde die Station Köln-Stammheim (Indikativ 02968). Die Messreihe umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 1945 bis zum 31. August 2024. Die täglichen Temperaturminima werden an dieser Station nach WMO-Standard erfasst und geprüft. Lizenz: GeoNutzV.
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