Längste Serie von Tropennächten in Hamburg seit 1936

Actualizado: 2026-07-10

Der Rekord: In Hamburg wurden seit Beginn der Messungen im Jahr 1936 bis zum 6. Juli 2026 noch nie mehr als 2 Tropennächte hintereinander registriert. Diese kurze, aber bemerkenswerte Serie trat zuletzt im Juli 2010 auf. Die Nächte vom 10. auf den 11. Juli 2010 blieben beide über 20 Grad Celsius warm – ein für Hamburg außergewöhnliches Ereignis.

Tropennächte – also Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt – sind in Hamburg eine Seltenheit. Die Stadt liegt im maritim geprägten Norden Deutschlands, wo kühle Luft aus der Nordsee selbst im Hochsommer für Abkühlung sorgt. Eine echte Rarität ist daher eine ununterbrochene Serie solcher Nächte. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) führt an der Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975) eine lückenlose Reihe seit dem 1. Januar 1936.

Die gesamte verfügbare Datenbasis umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 1936 bis zum 6. Juli 2026. In diesen mehr als 90 Jahren gab es nur ein einziges Mal zwei aufeinanderfolgende Tropennächte – das ist der absolute Spitzenwert.

Die 5 längsten Serien im Detail

Neben dem Rekord aus dem Jahr 2010 gibt es nur zwei weitere Fälle, in denen zwei Tropennächte direkt aufeinander folgten. Alle anderen Ereignisse waren Einzelnächte. Die folgende Tabelle zeigt die fünf längsten dokumentierten Serien.

Beginn Ende Dauer (Tage)
2010-07-10 2010-07-11 2
1994-07-25 1994-07-26 2
1941-07-12 1941-07-13 2
2026-06-27 2026-06-27 1
2019-07-25 2019-07-25 1

Die Tabelle zeigt: Dreimal in der Geschichte der Messungen gab es eine Zweitagesserie, zuletzt im Juli 2010. Danach folgen mit großem Abstand einzelne Tropennächte, wie die beiden jüngsten Beispiele aus den Jahren 2019 und 2026 zeigen. Die Serie von 2026 ist besonders aktuell – sie datiert vom 27. Juni 2026, also nur wenige Tage vor dem Stichtag dieser Auswertung.

Was bedeuten 2 Tage?

Zwei aufeinanderfolgende Nächte mit mindestens 20 Grad – das klingt nach wenig. In einer Stadt wie Hamburg, die im langjährigen Durchschnitt nur etwa eine Handvoll Tropennächte pro Jahrzehnt erlebt, sind selbst zwei Nächte hintereinander eine kleine klimatische Sensation. Wer in der Innenstadt wohnt und auf eine Abkühlung unter 20 Grad hofft, musste in diesen Nächten geduldig sein. Die beiden Rekordnächte von 2010 waren ein lokales Extrem, das bis heute nicht übertroffen wurde.

Interessant ist auch der zeitliche Abstand: Zwischen der ersten dokumentierten Zweitagesserie von 1941 und der nächsten von 1994 liegen 53 Jahre. Seit 1994 dauerte es weitere 16 Jahre bis 2010. Seither gab es keine längere Serie mehr – die Hitzejahre 2018, 2019 und 2022 brachten zwar einzelne Tropennächte, aber keine zwei hintereinander.

Einordnung und weitere Beobachtungen

Zum Vergleich: In südlichen Küstenregionen Spaniens oder in den Subtropen sind Serien von 10 oder mehr Tropennächten keine Seltenheit. Dass Hamburgs Rekord bei gerade einmal 2 Tagen liegt, unterstreicht die gemäßigt-kühle Nachtklima dieser Region. Die Daten belegen, dass selbst in den wärmsten Sommern die nächtliche Abkühlung in der Regel ausreicht, um die 20-Grad-Marke zu unterschreiten.

Die hier präsentierten Zahlen stammen aus den offiziellen täglichen Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Station Hamburg-Fuhlsbüttel (01975) ist die primäre Referenzstation für die Hansestadt und liefert eine der längsten und zuverlässigsten Datenreihen Norddeutschlands. Die Auswertung umfasst den vollständigen verfügbaren Zeitraum von 1936 bis einschließlich 6. Juli 2026.

Datenquelle: DWD – Climate Data Center (CDC), tägliche Stationsmessungen der Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975). Serie analysiert am 10.07.2026. Lizenz: GeoNutzV.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act