Frankfurts längste Hitzewelle: 10 Tage über 35 °C im August 2003

Aktualisiert: 2026-07-10

Die heißeste ununterbrochene Phase der Frankfurter Wettergeschichte dauerte 10 Tage. Von 3. bis 12. August 2003 fiel die Quecksilbersäule an der DWD-Station Frankfurt/Main kein einziges Mal unter 35 °C. Das ist länger als jede andere Hitzeperiode in den letzten 91 Jahren – und dieser Rekord steht bis heute.

Der Sommer 2003 gilt in ganz Europa als Jahrhundert-Sommer. Für Frankfurt am Main war er der absolute Höhepunkt der thermischen Belastung. Zehn Tage lang, zwischen dem 3. und dem 12. August, erreichte die Höchsttemperatur jeden Tag mindestens 35 Grad Celsius. Das ist eine Serie, die seitdem nicht wieder erreicht wurde. In der Klimatologie spricht man hier von einer Kenntage-Serie, konkret einer „Heißen Tage“-Serie, und in Frankfurt ist die des Jahres 2003 die längste seit Beginn der Messungen im Jahr 1935.

Zum Vergleich: Ein normaler Frankfurter Hitzetag ist keine Seltenheit, eine Woche ununterbrochener 35-Grad-Tage kommt vielleicht alle zehn Jahre vor. Aber eine 10-Tage-Serie – das ist eine ganz andere Kategorie. Das sind fast eineinhalb Wochen, in denen die Stadt unter einer Dauerlast stand, die auch nachts kaum Abkühlung brachte.

Die fünf längsten Hitzeserien (≥ 35 °C) in Frankfurt seit 1935

Der Rekord von 2003 ist nicht nur ein Ausreißer. Er ist mit großem Abstand die längste dokumentierte Phase. Die zweitlängsten Serien liegen nur halb so lang. Die folgende Tabelle zeigt die fünf längsten zusammenhängenden Hitzeperioden, die das DWD an der Station Frankfurt/Main registriert hat:

Beginn Ende Tage
2003-08-03 2003-08-12 10
2026-06-24 2026-06-28 5
2020-08-08 2020-08-12 5
2026-06-19 2026-06-22 4
2015-07-02 2015-07-05 4

Die Tabelle zeigt deutlich den Abgrund zwischen dem Rekord von 2003 und den nächstbesten Raten. Die Jahre 2020 und sogar 2026 schaffen es zwar auf 5 Tage, aber 10 Tage bleiben eine unerreichte Größe. Der Sommer 2026 ist noch in frischer Erinnerung: Gleich zwei Serien mit 5 und 4 Tagen deuten auf eine ungewöhnliche Konzentration von Hitze hin, aber eine einzigartige, lang anhaltende Blockade, wie 2003, hat sich seither nicht wiederholt.

Ein 5-Tage-Block bedeutet eine ganze Arbeitswoche mit extremer Hitze – das ist eine enorme Belastung für den Körper und die Infrastruktur. Stellt euch vor, das geht doppelt so lange, also mehr als eine ganze Kalenderwoche nonstop. Das war der August 2003. Es ist, als ob die Natur einen Hitzeschalter umgelegt und dann 10 Tage nicht mehr zurückgeschaltet hätte.

Der Datenzeitraum: Von 1935 bis heute

Die Grundlage dieser Analyse ist die offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Frankfurt am Main. Die lückenlose Datenreihe der Station mit der Kennung 01420 reicht vom 1. Juli 1935 bis zum 6. Juli 2026. Das sind über 91 Jahre zusammenhängender, qualitätsgeprüfter Klimaaufzeichnungen. Dank dieser außergewöhnlich langen und konsistenten Messreihe können wir solche historischen Extremereignisse wie die Hitzewelle von 2003 mit hoher Sicherheit als den absoluten Rekord identifizieren.

Alle Daten stammen offiziell vom Deutschen Wetterdienst (DWD), Climate Data Center, Station Frankfurt/Main (Kennung 01420). Ausgewertet wurden die täglichen Temperaturmaxima von 1935 bis Juli 2026. Die Berechnung der zusammenhängenden Serien („Kenntage“) erfolgte nach dem standardisierten Verfahren der Lückenerkennung.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act