Aktualisiert: 2026-09-26
Wer den Sommer 2003 in Frankfurt erlebt hat, erinnert sich an die Nächte, in denen die Wohnung nicht mehr abkühlte. Der Deutsche Wetterdienst verzeichnet für die Station Frankfurt/Main-Westend einen ununterbrochenen Lauf von 8 Tagen, an denen die Höchsttemperatur die 35-Grad-Schwelle überschritt — vom 3. bis zum 10. August 2003. Tage in Folge über 35 °C
Wie viele Tage am Stück lagen die Höchstwerte in Frankfurt über 35 Grad? Die Antwort für die Referenzstation Frankfurt/Main-Westend des DWD lautet: 8 Tage in Folge, datiert auf den Zeitraum 3. bis 10. August 2003. Das ist der längste zusammenhängende Hitzeblock, den der DWD in der hier ausgewerteten Reihe 1986–2025 für diese Station dokumentiert. Zum Vergleich: Die zweitlängsten Episoden dieses Datensatzes erreichen 4 Tage — also nur den halben Lauf.
Es handelt sich um die Station in der geschichtsträchtigen Wetterwarte am Westend, gelegen auf 121 m Höhe. Die Werte stammen aus dem Climate Data Center des Deutschen Wetterdienstes. Die Definition der Hitzewelle folgt einer klaren Schwelle: aufeinanderfolgende Tage mit einem Höchstwert über 35 Grad Celsius, ohne Unterbrechung.
Die folgende Tabelle listet die fünf längsten zusammenhängenden Phasen über der 35-Grad-Schwelle auf, die in der Reihe von 1986 bis 2025 an der Station Frankfurt/Main-Westend erfasst wurden.
| Beginn | Ende | Tage in Folge über 35 °C |
|---|---|---|
| 3. August 2003 | 10. August 2003 | 8 |
| 2. Juli 2015 | 5. Juli 2015 | 4 |
| 23. Juli 2019 | 26. Juli 2019 | 4 |
| 25. Juli 2018 | 27. Juli 2018 | 3 |
| 18. Juli 2022 | 20. Juli 2022 | 3 |
Der August 2003 war der Monat eines europaweit außergewöhnlichen Hitzesommers, und Frankfurt lag mitten in dieser Anomalie. Vom 3. bis zum 10. August 2003 fiel die Höchsttemperatur an acht aufeinanderfolgenden Tagen nicht mehr unter die 35-Grad-Marke. Entscheidend ist dabei das Wort „in Folge“: Es genügt nicht, dass es viele heiße Tage gibt, sie müssen lückenlos aneinandergereiht sein. Genau diese Lückenlosigkeit macht die Episode von 2003 so außergewöhnlich.
Schaut man auf die anderen langen Läufe dieser Reihe, fällt auf: Seit 2015 häufen sich die mehrtägigen Extremsituationen. An zweiter und dritter Stelle der Liste stehen zwei Phasen mit jeweils 4 Tagen — vom 2. bis 5. Juli 2015 und vom 23. bis 26. Juli 2019. Knapp dahinter folgen zwei Episoden mit jeweils 3 Tagen: vom 25. bis 27. Juli 2018 und vom 18. bis 20. Juli 2022. Bemerkenswert ist die Ballung: Drei der fünf längsten Phasen datieren aus den Monaten Juli und August der Jahre 2018, 2019 und 2022.
Der DWD dokumentiert für Frankfurt/Main-Westend lückenlose Beobachtungen vom 1. Januar 1986 bis zum 31. Dezember 2025. In dieser Zeit gab es mehrere Sommer, in denen die 35-Grad-Schwelle überhaupt nicht erreicht wurde — doch sobald sie einmal überschritten war, blieben die Tage in den hier gelisteten Fällen meist nur drei bis vier in Folge heiß. Der Lauf von 2003 sticht deshalb heraus: Er ist die einzige acht Tage währende Phase im gesamten Zeitraum.
Auch das ist für die Planung relevant: Wer eine Veranstaltung in Frankfurt zwischen Juni und August legt, sollte die historische Verteilung kennen. Die längsten Hitzeepisoden konzentrieren sich in dieser Reihe auf den Juli und den August, wobei der Sommer 2003 mit seinen acht Tagen das deutlichste Ereignis bleibt.
Die hier gezählten Tage folgen einer festen Regel: Es zählt jeder Tag, an dem die Höchsttemperatur über 35 Grad Celsius liegt; die Tage müssen dabei unmittelbar aufeinanderfolgen, um als eine einzige Welle zu gelten. Ein einzelner Tag über 35 Grad ist also kein Bestandteil einer mehrtägigen Serie, sofern ihm kein weiterer heißer Tag anschließt. Diese Konsequenz erklärt, warum die Liste der längsten Phasen deutlich kürzer ist als eine bloße Zählung der Hitzetage insgesamt.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center – Station Frankfurt/Main-Westend, Zeitraum 1986–2025.
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