Actualizado: 2026-07-10
Wer in Düsseldorf an einem heißen Julitag auf eine erfrischende Nacht hofft, hat gute Argumente: Die durchschnittliche Minimaltemperatur in den Sommernächten (Juli und August) liegt bei 12,5 °C. Das ist kühler als im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Hessen – aber nicht so kühl wie in Thüringen, wo die Nächte im Schnitt bei nur 11,5 °C bleiben. Der Unterschied: gut ein Grad kälter, über die gesamte Messreihe seit 1952.
Die Messstation des Deutschen Wetterdienstes in Düsseldorf (Kennung 01078) zeichnet seit dem 1. Januar 1952 auf, wie warm oder kalt es in der Landeshauptstadt wird. Der letzte vollständig erfasste Tag im Datensatz ist der 6. Juli 2026 – also mehr als 74 Jahre ununterbrochene Wetterbeobachtung. Für dieses Ranking wurden alle Tage aus Juli und August herangezogen, an denen die Temperatur in der Nacht gemessen wurde, und daraus der Durchschnitt gebildet.
Die folgende Tabelle zeigt die zehn Bundesländer mit den niedrigsten durchschnittlichen Minimaltemperaturen in den Nächten von Juli und August. Alle Werte stammen aus dem offiziellen Datenbestand des DWD (Climate Data Center).
| Rang | Bundesland | Durchschnittliche Minimaltemperatur Nacht (°C) |
|---|---|---|
| 1 | Thüringen | 11,5 |
| 2 | Sachsen | 11,9 |
| 2 | Bayern | 11,9 |
| 4 | Sachsen-Anhalt | 12,3 |
| 4 | Baden-Württemberg | 12,3 |
| 6 | Hessen | 12,4 |
| 7 | Niedersachsen | 12,5 |
| 7 | Nordrhein-Westfalen | 12,5 |
| 9 | Saarland | 12,6 |
| 9 | Schleswig-Holstein | 12,6 |
Stell dir vor, du sitzt im Juli auf dem Balkon oder gehst abends am Rhein spazieren: Die Luft kühlt im Schnitt auf etwa 12,5 Grad ab. Das ist nicht frostig, aber klar kühler als die Tagestemperaturen, die im Sommer oft über 25 °C klettern. In den Jahren seit 1952 gab es Nächte, in denen das Thermometer auf unter 10 °C fiel, und andere, in denen es auch nachts mollig warm blieb – die Durchschnittszahl gibt jedoch den verlässlichsten Anhaltspunkt für das, was einen in der Landeshauptstadt erwartet.
Im Ranking der kühlsten Bundesländer teilt sich Nordrhein-Westfalen mit Niedersachsen den siebten Platz. Das bedeutet: Die Sommernächte in Düsseldorf sind nicht die kältesten Deutschlands – Thüringen, Sachsen und Bayern liegen vorn –, aber sie sind deutlich frischer als etwa im Saarland oder in Schleswig-Holstein. Der Unterschied von 1,1 Grad zwischen Düsseldorf (12,5 °C) und Thüringen (11,5 °C) summiert sich über einen ganzen Sommer: Das sind mehr als 60 Nächte, in denen es in Thüringen im Schnitt ein Grad kühler bleibt.
Die Grundlage dieses Rankings sind nicht nur die Daten der Düsseldorfer Station, sondern sämtliche Klimastationen in jedem Bundesland. Für Nordrhein-Westfalen wurden alle verfügbaren Messorte herangezogen, und daraus der Mittelwert gebildet. Das Ergebnis von 12,5 °C für die durchschnittliche Minimaltemperatur in den Sommernächten ist also ein landesweiter Wert, der auch die Düsseldorfer Station einschließt und damit die lokalen Verhältnisse sehr gut abbildet.
Die Tabelle oben spricht für sich: Wer kühle Nächte zum Schlafen bevorzugt, ist in Thüringen oder Sachsen am besten aufgehoben. Düsseldorf liegt im Mittelfeld – aber immerhin einen Tick kühler als die südwestlichen und nördlichen Bundesländer. Und das, obwohl die Stadt mitten im dicht besiedelten Rhein-Ruhr-Raum liegt.
Die gesamte Auswertung beruht auf dem offiziellen Archiv des Deutschen Wetterdienstes (DWD) über das Climate Data Center. Verwendet wurde die Station Düsseldorf mit der Kennung 01078, deren Datenreihe vom 1. Januar 1952 bis zum 6. Juli 2026 reicht. Ausgewertet wurden nur Tage in den Monaten Juli und August – der Kern der deutschen Sommerhitze – und nur Nächte, in denen eine gültige Temperaturmessung vorlag.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Station Düsseldorf (01078). Datenstand: 6. Juli 2026. Lizenz: GeoNutzV. Für dieses Ranking wurden die durchschnittlichen Minimaltemperaturen aller Nächte in Juli und August von 1952 bis 2026 aus dem Datenbestand des DWD berechnet.
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