Aktualisiert: 2026-07-10
13,7 °C beträgt die durchschnittliche Tiefsttemperatur in den Sommermonaten Juli und August an der Station Dresden-Klotzsche – gemittelt über einen Zeitraum von mehr als 90 Jahren.
Diese Zahl ist das Ergebnis von über 5.500 Nächten, gemessen seit dem 1. Januar 1934 an der offiziellen Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes. Keine andere Hauptstadt Deutschlands erreicht an ihrer Referenzstation einen ähnlich niedrigen Wert für die durchschnittliche nächtliche Abkühlung in den heißesten Monaten. Dresden bleibt eine der wenigen deutschen Großstädte, in der man selbst im Hochsommer die Fenster zum Lüften öffnen kann.
Um herauszufinden, welche Regionen Deutschlands im Sommer die angenehmsten Schlafbedingungen bieten, hat der DWD für jedes Bundesland die mittlere Tiefsttemperatur in den Monaten Juli und August berechnet. Die Daten stammen aus dem gesamten Stationsnetz – mit Ausnahme der Referenzstation Dresden-Klotzsche, die hier gesondert betrachtet wird. Das Ergebnis ist eine klare Rangliste:
| Rang | Bundesland | Durchschnittliche Nacht-Temperatur (°C) |
|---|---|---|
| 1 | Thüringen | 11,5 |
| 2 | Sachsen | 11,8 |
| 3 | Bayern | 11,9 |
| 4 | Sachsen-Anhalt | 12,3 |
| 5 | Baden-Württemberg | 12,3 |
| 6 | Hessen | 12,4 |
| 7 | Niedersachsen | 12,5 |
| 8 | Nordrhein-Westfalen | 12,5 |
| 9 | Saarland | 12,6 |
| 10 | Schleswig-Holstein | 12,6 |
Die Spitze des Rankings nimmt Thüringen ein: Mit einer durchschnittlichen Tiefsttemperatur von 11,5 °C ist der Freistaat das kühlste Bundesland in den Sommernächten. Nur knapp dahinter folgt Sachsen mit 11,8 °C – ein Wert, der nahezu identisch mit dem Dresdens ist. Bayern liegt mit 11,9 °C praktisch gleichauf. Wer also im Sommer eine ruhige Nacht sucht, ist in den Mittelgebirgsregionen und im süddeutschen Raum am besten aufgehoben.
Die menschliche Körpertemperatur muss nachts um etwa 1 bis 2 Grad sinken, um in den Tiefschlaf zu fallen. Liegt die Außentemperatur über 20 °C, fällt das schwerer – die Sommermonate werden zur Belastung. Die durchschnittliche Tiefsttemperatur von 13,7 °C in Dresden-Klotzsche bedeutet, dass die Luft selbst in den wärmsten Monaten meist auf ein Niveau abkühlt, das tiefen, erholsamen Schlaf begünstigt. Ein Wert von 11,5 °C in Thüringen oder 11,8 °C in Sachsen liegt sogar noch unter diesem Idealbereich – wer dort lebt, bekommt die natürliche Abkühlung der Nächte nahezu gratis.
Die Messreihe der Station Dresden-Klotzsche (Kennung 01048) umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 1934 bis zum 6. Juli 2026. Das sind mehr als 90 Jahre lückenloser Beobachtung. Die Temperatur wurde täglich nach den Standards der World Meteorological Organization erfasst. Die Daten sind Teil des Climate Data Centers des Deutschen Wetterdienstes und unterliegen der GeoNutzV-Lizenz. Für das Ranking wurden alle Stationen der Bundesländer herangezogen, die in diesem Zeitraum für die Monate Juli und August auswertbare Tiefsttemperaturen liefern.
Nehmen Sie die kühlste Nacht in Thüringen: 11,5 °C. Wenn Sie sieben Stunden schlafen, sinkt die Umgebungstemperatur im Schnitt auf etwa 12 °C. Im Sommer – das ist, als würde man in einer leichten Kühle schlafen, die den Körper nicht zum Schwitzen bringt. In Dresden sind es mit 13,7 °C nur unwesentlich wärmer: ein Unterschied von gut zwei Grad, der spürbar ist, aber immer noch weit unter der Schwelle liegt, ab der Schlafstörungen auftreten.
Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen liegen die Werte bei 12,5 °C – dort sind die Nächte im Schnitt etwa ein Grad wärmer als in Thüringen. Der Unterschied klingt klein, ist aber in der Praxis deutlich: Eine Nacht bei 11,5 °C erfordert vielleicht eine leichte Decke, bei 12,5 °C reicht oft ein dünnes Laken.
Für die Station Dresden-Klotzsche selbst wurde eine durchschnittliche Tiefsttemperatur von 13,7 °C ermittelt. Der gemittelte Wert basiert auf allen verfügbaren Messungen der Monate Juli und August im gesamten Zeitraum seit 1934. Die genaue Zahl lautet 13,686757322175731 °C – eine Präzision, die zeigt, wie exakt die Langzeitmessungen sind. Für die Praxis reicht die gerundete Angabe 13,7 °C völlig aus.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center, Stationsdaten Dresden-Klotzsche (Kennung 01048). Zeitraum 1934-01-01 bis 2026-07-06. Die Daten sind unter der GeoNutzV-Lizenz veröffentlicht und wurden am 10. Juli 2026 abgerufen. Das Ranking der Bundesländer basiert auf den Tiefsttemperaturen aller deutschen Wetterstationen im Juli und August, ohne die Referenzstation Dresden-Klotzsche.
Weitere Details: DWD Climate Data Center
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