Aktualisiert: 10. Juli 2026
Der heisseste Tag seit Aufzeichnungsbeginn 1936 war der 20. Juli 2022:
39,1 °C
Höchsttemperatur in Hamburg-Fuhlsbüttel (DWD-Station)
Am 20. Juli 2022 kletterte das Thermometer auf 39,1 °C. Es war der einzige Tag, an dem die 39-Grad-Marke in Hamburg jemals übertroffen wurde. Nur wenige Jahre später, am 27. Juni 2026, wurde derselbe Wert mit ebenfalls 39,1 °C erreicht, begleitet von einer tropischen Nacht mit 22,6 °C Tiefsttemperatur. Der Rekord von 2022 ist damit zwar nicht gebrochen, aber die Häufung extremer Hitze in den letzten Jahren ist unübersehbar.
Für den menschlichen Körper wird Hitze ab einer Tageshöchsttemperatur von 35 °C zur Belastung. Der Deutsche Wetterdienst spricht dann von einem extremen Hitzetag – offiziell als „Kenntag“ geführt. In Hamburg sind solche Tage selten, aber sie treten auf. Ein Wert von 40 °C wurde in der Hansestadt noch nie gemessen. Die folgende Tabelle zeigt, wie oft solche Risikotage in den einzelnen Sommermonaten durchschnittlich pro Jahr auftreten – berechnet über die gesamte Messreihe seit 1936.
| Monat | Tage ≥35 °C (Mittel pro Jahr) | Tage ≥40 °C (Mittel pro Jahr) |
|---|---|---|
| Juni | 0,0 | 0,0 |
| Juli | 0,1 | 0,0 |
| August | 0,0 | 0,0 |
Im Juli gibt es rechnerisch alle zehn Jahre einen Tag mit 35 °C oder mehr. Im Juni und August liegt der Wert bei 0,0 – das bedeutet: In durchschnittlichen Jahren bleibt es dort unter der Schwelle. Wer sich also im Juli in Hamburg aufhält, sollte an besonders heissen Tagen auf ausreichend Flüssigkeit und Schatten achten.
Diese fünf Tage markieren die absoluten Höhepunkte der Hitze in der Messgeschichte. Auffällig: Vier der fünf Rekordtage liegen im 21. Jahrhundert, zwei davon im Sommer 2022 und 2026.
| Datum | Höchsttemperatur | Tiefsttemperatur |
|---|---|---|
| 20.07.2022 | 39,1 °C | 19,1 °C |
| 27.06.2026 | 39,1 °C | 22,6 °C |
| 09.08.1992 | 37,3 °C | 15,9 °C |
| 20.07.2006 | 36,9 °C | 17,9 °C |
| 04.07.2015 | 36,4 °C | 17,9 °C |
Der 27. Juni 2026 sticht hervor: Mit einer nächtlichen Tiefsttemperatur von 22,6 °C war es eine sogenannte „tropische Nacht“ – der Körper kann sich selbst im Schlaf kaum abkühlen. Für gesundheitlich vorbelastete Menschen ist das eine ernstzunehmende Belastung.
Die folgende Tabelle zeigt für jedes Jahr, wie viele extreme Hitzetage (≥35 °C) registriert wurden und welches die höchste gemessene Temperatur war. Die Daten beginnen am 1. Januar 1936 und reichen bis zum 6. Juli 2026.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Anzahl Tage ≥35 °C | Jahreshöchsttemperatur |
|---|---|---|
| 1943 | 1 | 35,7 °C |
| 1965 | 0 | 25,8 °C |
| 1992 | 1 | 37,3 °C |
| 2006 | 2 | 36,9 °C |
| 2015 | 1 | 36,4 °C |
| 2022 | 2 | 39,1 °C |
| 2026 | 2 | 39,1 °C |
Was fällt auf? In den ersten 70 Jahren der Messreihe (1936–2005) gab es insgesamt nur 4 Jahre mit mindestens einem extremen Hitzetag. Seit 2006 waren es 8 Jahre mit insgesamt 10 solcher Tage – Tendenz steigend. Die Jahre 2022 und 2026 stechen mit je zwei Tagen und der Rekordmarke von 39,1 °C heraus.
Wer nach Hamburg zieht oder die Stadt besucht, muss nicht mit Dauerhitze rechnen. Die Durchschnittswerte zeigen, dass selbst im Juli nur alle zehn Jahre ein einziger Tag die 35 °C-Marke erreicht. Dennoch: Die Spitzenwerte werden extremer. Der Rekord von 39,1 °C aus dem Jahr 2022 wurde 2026 bereits wieder eingestellt. Für Menschen mit Kreislaufproblemen oder ältere Personen sind diese Tage eine echte Belastung – umso wichtiger, dass die Wetterdienste rechtzeitig warnen.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Station: Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975). Ausgewerteter Zeitraum: 1. Januar 1936 bis 6. Juli 2026. Die Werte wurden nach den offiziellen Kenntag-Kriterien des DWD berechnet (Tagesmaximum ≥35 °C als „extremer Hitzetag“). Lizenz: GeoNutzV.
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