Aktualisiert: 2026-07-20
Die längste ununterbrochene Dauerfrost-Periode, bei der in Frankfurt am Main während 28 Tagen die Tageshöchsttemperatur konstant unter 0 °C lag, fand vom 30. Januar 1956 bis zum 26. Februar 1956 statt. Dieses meteorologische Ereignis aus dem Winter 1956 markiert den seit mindestens 1935 bestehenden Dauerfrost-Rekord für die Stadt und zeigt, wie hartnäckig und langanhaltend Winterkälte hier sein kann.
28 TageFrankfurt am Main verfügt über eine umfassende meteorologische Aufzeichnung, die bis zum 1. Juli 1935 zurückreicht und aktuell bis zum 17. Juli 2026 reicht. Innerhalb dieses Zeitraums wurde die maximale Länge einer Dauerfrost-Dauer – also aufeinanderfolgende Tage, an denen die Höchsttemperatur nicht über den Gefrierpunkt stieg – exakt ermittelt.
Der Winter 1956 sticht durch diese außergewöhnlich lange Frostperiode hervor. Während dieser ganzen 28 Tage vom 30. Januar bis 26. Februar sank das Thermometer selbst tagsüber nicht über 0 °C. Solche lang anhaltenden Dauerfrostphasen sind für Frankfurt eher selten, denn die meisten frostigen Rachen im Winter enden meist schneller.
Spannend ist auch der Blick auf die längsten Dauerfrost-Serien, die je in einem bestimmten Monat begonnen haben. Die maximale Länge der Dauerfrostperioden verteilt sich in Frankfurt auf die kalten Monate, zeigt aber interessante Unterschiede:
| Monat | Längste Dauerfrost-Serie (Tage) |
|---|---|
| Januar | 22 |
| Februar | 17 |
| März | 8 |
| November | 16 |
| Dezember | 22 |
Im Januar und Dezember sind besonders lange Dauerfrost-Perioden von jeweils 22 Tagen dokumentiert, knapp hinter dem absoluten Rekord von 28 Tagen im Februar 1956. Im November wurde eine maximale Dauerfrost-Phase von 16 Tagen erreicht, während März mit seinen nur 8 Tagen deutlich kürzere Dauerfrost-Rücken aufweist. Dieses jahreszeitliche Muster spiegelt das typische Aufwärmen im Frühling und die Ausprägung kalter Phasen im Spätherbst und Winter wider.
Dauerfrost, definiert als eine Kette von Tagen, an denen die höchste Temperatur des Tages unter 0 °C bleibt, ist in Frankfurt nicht die Norm, sondern ein außergewöhnliches Ereignis. Frankfurt liegt klimatisch am Übergang zum gemäßigten mitteleuropäischen Klima, das Winter mit manchmal frostigen Nächten, aber selten sehr langen Dauerfrost-Perioden kennt. Die Erlangung eines 28-Tage-Rekords zeigt, dass bei gewissen Großwetterlagen auch hier eine anhaltend strenge Kälte möglich ist. Solche Phasen können großen Einfluss auf Verkehr, Energieverbrauch und Heizperioden in der Metropole haben.
Die Daten für diese Auswertung stammen von der offiziellen DWD-Station Frankfurt/Main mit der Stationsnummer 01420. Die Beobachtungen reichen vom 1. Juli 1935 bis zum 17. Juli 2026. Damit steht eine nahezu neunzigjährige Klimaserie zur Verfügung, welche die zuverlässige Ermittlung solch extremer Wetterereignisse erlaubt.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Frankfurt/Main (Kennziffer 01420). Datenbasis: 1935-07-01 bis 2026-07-17.
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