Actualizado: 2026-07-10
-23,2 °C – das ist die tiefste jemals gemessene Temperatur im Januar an der DWD-Station Berchtesgaden (KKst). Die Messung stammt aus dem Januar des Jahres 1948, dem Beginn der Aufzeichnungen an dieser Station. Wer in Berchtesgaden im Hochwinter lebt oder Urlaub macht, muss sich auf Nächte einstellen, die weit unter den Gefrierpunkt sinken – auch wenn der Januar im Schnitt nur -2,4 °C als Monatsmittel bringt.
Der Januar zeigt aber auch sein mildes Gesicht: Mit 16,5 °C wurde an einem Tag vor 1975 die höchste Januartemperatur gemessen – ein Wert, der an sonnigen Südhängen im Talinneren durchaus vorkommen kann, wenn der Föhn die Bergflanken aufheizt. Diese Spanne von fast 40 Grad zwischen Rekordminimum und Rekordmaximum zeigt, wie extrem das Bergklima in Berchtesgaden sein kann.
Der Januar in Berchtesgaden ist der kälteste Monat des Jahres. Die Durchschnittstemperatur von -2,4 °C mag auf den ersten Blick nicht extrem erscheinen – doch dahinter verbergen sich viele Nächte mit strengem Frost und Tage, die dennoch überraschend milde ausfallen können. Für Besucher bedeutet das: Packen Sie für Ski- und Winterurlaub unbedingt eine dicke Daunenjacke ein, aber auch eine mittlere Übergangsjacke für sonnige, windstille Vormittage im Tal.
Die folgende Tabelle zeigt die offiziellen Werte der DWD-Station Berchtesgaden (Kennung 00361) für den Januar. Die Daten umfassen einen Zeitraum von fast drei Jahrzehnten, beginnend am 1. Januar 1948 bis zum 31. Dezember 1975. Die Station liegt im Talkessel von Berchtesgaden, umgeben von den Alpen, und misst ein typisch kontinentales Bergklima mit winterlichen Kaltluftseen.
| Monat | Durchschnittstemperatur (°C) | Minimaltemperatur (°C) | Maximaltemperatur (°C) |
|---|---|---|---|
| Januar | -2,4 | -23,2 | 16,5 |
Stellen Sie sich vor, Sie stehen an einem klaren Januarabend auf dem Marktplatz von Berchtesgaden. Die Luft ist eiskalt, der Atem gefriert an Ihrem Schal. Die Durchschnittstemperatur von -2,4 °C sagt Ihnen: Im Mittel ist es kälter als null Grad – aber die Realität ist oft deutlich strenger. An besonders kalten Nächten sinkt die Quecksilbersäule auf -23,2 °C. Das ist eine Kälte, die man nur mit mehreren Schichten Kleidung und dicken Wollhandschuhen übersteht. Die Autoscheiben sind vereist, die Wege knirschen unter den Füßen.
Und dann gibt es Tage wie jenen mit 16,5 °C. Da taut der Schnee auf den Dächern, die Sonne wärmt die Südseiten der Häuser. Solche milden Tage treten auf, wenn der Föhn aus Süden über die Alpen strömt und die kalte Luft im Tal verdrängt. Dann kann man in Berchtesgaden im Januar sogar in Hemd auf der Terrasse sitzen – ein echtes Kontrastprogramm zum arktischen Rekord.
Dieser Wert liegt weit unter dem, was viele als „normale“ Winterkälte empfinden. Januar-Nächte mit Temperaturen unter -15 °C sind in Berchtesgaden zwar möglich, doch -23,2 °C markiert die absolute Untergrenze. Der Rekord stammt aus dem Jahr 1948, dem ersten Jahr der Messreihe. Trotz mehrerer strenger Winter in den 1960er- und 1970er-Jahren – etwa dem harten Winter 1962/63 – wurde dieser Wert nie wieder erreicht oder unterboten. Das liegt zum einen an der allgemeinen Klimaerwärmung seit den 1980er-Jahren, zum anderen an der spezifischen Topografie des Talkessels, der Kaltluft sammeln kann, aber auch mildere Phasen begünstigt. Der Rekord bleibt also ein historisches Extrem, das heute seltener wird.
Alle hier präsentierten Zahlen stammen aus dem offiziellen Datenbestand des Deutschen Wetterdienstes (DWD) – Climate Data Center, Station Berchtesgaden mit der Kennung 00361 (KKst). Die Messreihe beginnt am 1. Januar 1948 und endet am 31. Dezember 1975. Dieser Zeitraum von 28 Jahren liefert eine solide statistische Basis für die Januar-Temperaturverhältnisse im Hochgebirge des Berchtesgadener Lands. Die Station wird vom DWD als Referenzstation geführt und ihre Daten unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Für jeden Monat wurden die Tagesmittelwerte der Lufttemperatur (tmed), die Tagesminima (tmin) und die Tagesmaxima (tmax) herangezogen. Die offizielle Lizenz der Daten ist GeoNutzV.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center (CDC). Station: Berchtesgaden (00361). Daten abgerufen am 10. Juli 2026. Lizenz: GeoNutzV.
Die Analyse umfasst den Zeitraum 1. Januar 1948 bis 31. Dezember 1975. Alle Werte sind als gleitendes Monatsmittel bzw. Extremwerte innerhalb dieses Zeitraums berechnet.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
© 2026 HistoClima. Aufbereitung, Design und Texte: eigene Leistung. Wetterdaten: DWD - Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), weiterverwendet gemäß der GeoNutzV (Nutzungsbestimmungen für Geodaten des Bundes). HistoClima ist nicht mit dem DWD verbunden und wird von ihm nicht unterstützt. Zitieren und Verlinken dieser Seite mit Quellenangabe ist erlaubt.